Bjelica: "Mit Sieg würde Zukunft rosig ausschauen"

Bild: GEPA pictures

Die Austria will in der Fußball-Bundesliga in der Rolle des Jägers gefallen. Starteten die Violetten im Vorjahr als Gejagter ins schließlich mit dem Meisterteller gekrönte Frühjahr, hat der Meister heuer Platz zwei im Visier. Damals wie heute wartet zum Auftakt das Duell mit dem Erzrivalen: Im 308. großen Wiener Derby gastiert die Austria am Sonntag (16.30 Uhr) bei Rapid.

Die Grünweißen liegen in der Tabelle als Dritter nur einen Zähler vor der Austria. Bereits am Samstag gastiert Grödig beim überlegenden Tabellenführer Salzburg. Geht der zweitplatzierte Aufsteiger als Verlierer vom Platz, könnte die Austria mit einem Erfolg im Hanappi-Stadion bis auf zwei Punkte an Grödig heranrücken. "Mit einem Sieg würde die Zukunft rosig ausschauen", meinte Trainer Nenad Bjelica - um sich wenig später selbst einzubremsen: "Aber es gibt ja dann immer noch 14 Spiele."

Auswärtsserie hält seit vier Saisonen

Aus den Startlöchern kam die Austria nach Jahreswechsel in den vergangenen Jahren hervorragend. In den jüngsten vier Saisonen ging sie immer als Sieger vom Spielfeld. In Hütteldorf gewannen die Favoritner im Februar des Vorjahres mit 2:1, Philipp Hosiner drehte die Partie damals per Doppelpack. Für die Austria war es der Startschuss zum Gewinn der 24. Meistertrophäe.

Die Titelverteidigung hat die Austria nach einem intensiven Herbst mit Einsätzen in der Champions League inzwischen abgeschrieben. 19 Zähler Rückstand auf Vizemeister Salzburg in 15 Runden aufzuholen, scheint selbst für violette Optimisten unmöglich. Das Minimalziel der Chefetage lautet nun, den Startplatz in der kommenden Europa-League-Saison einzufahren. Eine Niederlage gegen Rapid würde nicht wirklich in die Marschroute passen.

Große Hoffnungen

"Bei der Austria steht immer viel auf dem Spiel. Ich bin überzeugt, dass wir damit zurecht kommen werden", sah Bjelica die Ausgangslage trotzdem entspannt. Der Kroate bezeichnete das Derby dennoch als "sehr wichtiges Spiel. Wir verbinden große Hoffnungen damit."

Mit Blick auf die aktuelle Statistik seines Teams im Hanappi-Stadion - seit 14. März 2010 ist die Austria dort ungeschlagen, nach vier Siegen in Folge gab es im Herbst ein 0:0 - hoffte Bjelica auf eine Fortsetzung. Ein Erfolg am Sonntag wäre auch sein erster Dreier gegen Rapid als Austria-Coach. Wie dieser zustande kommt, wird dem ehemaligen WAC-Trainer egal sein: "Derbys sind meistens knappe Spiele und nicht immer schön anzusehen. Es werden Kleinigkeiten entscheiden."

De Paula vor Debüt

Von den im Winter verpflichteten Akteuren wird Mittelfeldmann David de Paula zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz im violetten Trikot kommen. Der Spanier könnte auch zentral agieren, sollte Marko Stankovic (Adduktorenprobleme) ausfallen. Stürmer Ola Kamara wird hingegen ebenso auf der Bank Platz nehmen wie Flügelspieler Thomas Salamon. Nicht dabei sind die im Aufbautraining stehenden Alexander Grünwald und Alexander Gorgon. Beiden bescheinigte Bjelica, "große Fortschritte" zu machen.

Austria-Pyro-Show in der Pause

1.700 Anhänger werden die Austria nach Hütteldorf begleiten. Mit den Behörden gab es vor dem Spiel die obligatorische Sicherheitssitzung. Genehmigt wurde den Gäste-Fans eine Pyrotechnik-Choreografie in der Pause.

Mögliche Aufstellungen

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Behrendt, Schrammel - Pavelic, Petsos - Hofmann, Schaub, Burgstaller - Sabitzer

Ersatz: Maric - Palla, Schimpelsberger, Wydra, Boskovic, Starkl, Alar

Es fehlen: Boyd, Dibon (beide gesperrt), Radlinger, Grozurek (beide verletzt)

Austria: Lindner - Koch, Rogulj, Ortlechner, Suttner - Holland - Royer, Stankovic/Jun, Mader, De Paula - Hosiner

Ersatz: Kardum - Dilaver, Rotpuller, Ramsebner, Salamon, Murg, Kamara, Kienast

Es fehlen: A. Grünwald, Gorgon (beide im Aufbautraining)

Fraglich: Stankovic (Adduktoren)

APA

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