Wintereinbruch

Blackout, Verletzte – Schnee-Chaos hält Land in Atem

Heftige Schneefälle sorgen in weiten Teilen des Landes für chaotische Zustände. In einigen Regionen könnte sich die Situation weiter verschärfen.

David Huemer
Blackout, Verletzte – Schnee-Chaos hält Land in Atem
Heftige Schneefälle sorgen landesweit für Feuerwehreinsätze.
DOKU-NÖ

Das Unwetter-Chaos hält Österreich weiterhin in Atem. Auch in den Nachtstunden klingt der Schneefall in Teilen des Landes weiterhin nicht ab. Erst am Sonntagmorgen ist mit allmählicher Entspannung zu rechnen. Im Murtal in der Steiermark werden die Einsatzkräfte auch am Sonntag im Dauereinsatz stehen. Aufgrund einer umgeknickten Hochspannungsleitung waren in den frühen Abendstunden 20.000 Haushalte ohne Strom. Laut Energie-Steiermark-Sprecher Urs Harnik könnte der Stromausfall noch bis Sonntag andauern. In den Nachtstunden könnte außerdem die Mobilfunknetze zusammenbrechen. 

Feuerwehrmänner von Baum getroffen

In Walding (Oberösterreich) wurden zwei Feuerwehrleute durch einen umstürzenden Baum verletzt. Die beiden Männer im Alter von 55 und 23 Jahren mussten mit Verletzungen in ein Spital eingeliefert werden. Die getragene Schutzausrüstung dürfte bei dem Unfall schlimmeres verhindert haben. 

    Die Feuerwehren in Oberösterreich wurden seit den Freitagabendstunden zu hunderten Einsätzen alarmiert, weil die großen Schneemengen zu Schneelastschäden an den Bäumen geführt haben.
    Die Feuerwehren in Oberösterreich wurden seit den Freitagabendstunden zu hunderten Einsätzen alarmiert, weil die großen Schneemengen zu Schneelastschäden an den Bäumen geführt haben.
    Matthias Lauber / laumat.at

    Zugstrecken gesperrt

    Das Unwetter-Chaos legt auch den Zugverkehr in Teilen des Landes völlig lahm. Am Deutschen Eck sind zwischen Salzburg und Kufstein bzw. München bis zumindest Montag keine Fahrten möglich. Züge zwischen Salzburg und Tirol werden teilweise über Zell am See umgeleitet, mit Verspätungen mit bis zu 2 Stunden muss gerechnet werden.

      Schneemassen ließen Strommasten wie Streichhölzer knicken – die Energie Steiermark arbeitet auf Hochtouren an der Wiederherstellung der Versorgung (3. Dezember 2023).
      Schneemassen ließen Strommasten wie Streichhölzer knicken – die Energie Steiermark arbeitet auf Hochtouren an der Wiederherstellung der Versorgung (3. Dezember 2023).
      Facebook / Energie Steiermark

      Einige Regionalstrecken in Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark, Wien, Niederösterreich und Kärnten bleiben in den nächsten Stunden noch gesperrt. Auch der Güterverkehr wurde auf den betroffenen Strecken bis auf weiteres eingestellt.

      Klirrende Kälte am Sonntag

      Am Sonntag fällt entlang der Alpennordseite in der ersten Tageshälfte noch etwas Schnee, im Westen und Süden verläuft der Tag hingegen meist trocken und im Tagesverlauf zunehmend sonnig. Auch im Osten klingen die letzten Schneeschauer in der Früh ab und am Nachmittag zeigt sich noch gelegentlich die Sonne. Der anfangs im Norden und Osten noch lebhafte bis kräftige Westwind lässt nach und mit -6 bis +1 Grad wird es noch etwas kälter.

      Der Montag startet verbreitet mit mäßigem bis strengem Frost und vor allem im Bergland sonnig aufgelockert, in den Niederungen hält sich zu Beginn gebietsweise gefrierender Nebel. Tagsüber ziehen von Westen her kompakte Wolken durch, es bleibt aber trocken. Im Osten frischt am Nachmittag lebhafter Südostwind auf. Die Temperaturen kommen häufig nicht über -6 bis 0 Grad hinaus, nur in Vorarlberg werden zarte Plusgrade erreicht.

      Am Dienstag scheint vor allem im östlichen Bergland zeitweise die Sonne, in den Niederungen halten sich gebietsweise hartnäckige Nebel- und Hochnebelfelder. Vereinzelt fällt daraus etwas Schneegriesel, sonst bleibt es in der ersten Tageshälfte noch trocken. Am Nachmittag ist im Westen und Süden allmählich mit etwas Schnee zu rechnen, ganz im Westen steigt die Schneefallgrenze gegen 700 Meter an. Von Ost nach West liegen die Höchstwerte zwischen -5 und +5 Grad.

      Die Bilder des Tages:

        <strong>26.02.2024: Landwirt (30) stößt beim Hausumbau auf Geheimgang.</strong> Bei Renovierungsarbeiten auf seinem Bauernhof entdeckte Landwirt Florian Schmied einen rund 900 Jahre alten mittelalterlichen "Erdstall". <a rel="nofollow" data-li-document-ref="120021946" href="https://www.heute.at/s/landwirt-30-stoesst-beim-hausumbau-auf-geheimgang-120021946">Alle Infos hier &gt;&gt;&gt;</a>
        26.02.2024: Landwirt (30) stößt beim Hausumbau auf Geheimgang. Bei Renovierungsarbeiten auf seinem Bauernhof entdeckte Landwirt Florian Schmied einen rund 900 Jahre alten mittelalterlichen "Erdstall". Alle Infos hier >>>
        Thomas Scheucher, Landesverein für Höhlenkunde in Oberösterreich
        dav
        Akt.