Das Blattschaf, wissenschaftlich Costasiella kuroshimae genannt, hat es bei einer internationalen Wahl zum Publikumsliebling gebracht.
Die winzige Meeresschnecke, die wegen ihrer Form und Farbe an ein Schaf erinnert, lebt in tropischen Meeresgebieten und ist nur so groß wie ein Reiskorn.
Bekannt ist das Blattschaf für seine außergewöhnliche Fähigkeit, Chloroplasten aus Algen zu übernehmen und zur Energiegewinnung zu nutzen.
Dieser Vorgang, Kleptoplastie genannt, ermöglicht es dem Tier, Sonnenlicht ähnlich wie Pflanzen zu verwerten – ganz zur Pflanze wird es dadurch aber nicht.
Das Blattschaf wurde bei einer Leserwahl des britischen "Guardian" zum "wirbellosen Tier des Jahres 2026" gewählt. Tausende Tiere wurden vorgeschlagen, zehn schafften es ins Finale.
Das Blattschaf setzte sich gegen Konkurrenten wie eine "unsterbliche" Qualle, einen riesigen Schnurwurm und weitere außergewöhnliche Wirbellose durch.
Blattschafe sind vor allem in Gewässern rund um Japan, Indonesien und die Philippinen zu finden. Sie ernähren sich bevorzugt von Algen, auf denen sie dank ihrer grünen Färbung perfekt getarnt sind.
Trotz ihrer Fähigkeit, Energie aus Licht zu gewinnen, müssen die Blattschafe weiterhin Nahrung aufnehmen. Ihre spezielle Lebensweise und das ungewöhnliche Aussehen machen sie zu einem Liebling unter Meeresbiologen und Naturfreunden.