"Der Honigmacher"

Blau statt Gold - Wiener Imker macht den Honig bunt

Mit Matcha und Spirulina bringt ein Wiener Imker Farbe ins Honigglas. Bojan Jovanovics ungewöhnliche Kreationen sorgen für Gesprächsstoff.
Yvonne Mresch
07.07.2026, 06:45
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"Ich bin auf einem Bauernhof in Serbien aufgewachsen und schon mein Uropa hatte Bienen", erinnert sich Bojan Jovanovic zurück. 30 Jahre später holte ihn die Liebe zu den Tieren wieder ein: Ein Nachbar brachte ihn auf die Idee, selbst Bienen zu halten. "Er hat mir aber auch erklärt, dass das gar nicht so einfach ist", schmunzelt der 37-Jährige.

Von Wildheidelbeer bis Zimt

Jovanovic lernte bei einem Imkermeister und machte eine Ausbildung an der ältesten Imkerschule der Welt in Wien. Im Burgenland, seinem zweiten Wohnsitz, umsorgt er seine Bienen – und produzierte irgendwann mehr Honig, als er selbst essen konnte, wie er sagt. Die logische Schlussfolgerung war der Einstieg in den Verkauf. Heute betreibt der selbsternannte "Honigmacher", der hauptberuflich im Marketing tätig ist, einen Onlineshop und setzt auf zahlreiche Kooperationen mit Personen aus dem öffentlichen Leben.

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Auf die Idee des bunten Honigs brachte ihn eine Kundin: "Sie wollte unbedingt einen blauen Honig haben. Ich habe mich zunächst gewehrt aber es dann doch ausprobiert – und es kommt irrsinnig gut an", freut sich der Wahl-Wiener. Mittlerweile hat er die Produkte ausgeweitet: Im Shop finden sich neben blauem und grünem Honig (die Farbe kommt von der Blaualge Spirulina) auch Wildheidelbeer-, Cranberry-, Zimt-, Kurkuma-, oder Erdbeerhonig. Auch Honigwein findet sich im Sortiment des Imkers.

"Schaue, dass es meinen Bienen gut geht"

"Es zieht bei den Leuten", lacht Jovanovic. "Ich bin Medienfachmann für Werbung und wollte die Imkerei anders gestalten als man sie kennt", erläutert er einen weiteren Grund für seine Kreationen. "Man denkt sofort an einen älteren Herren, der in der Pension als Hobby Bienen züchtet und sie zum gleichen Preis wie vor 20 Jahren verkauft. Ich wollte etwas anderes probieren und meinen Weg gehen."

Dabei liegt ihm vor allem das Tierwohl am Herzen, wie er sagt. "Schon Einstein hat gesagt, dass es ohne Bienen kein Leben gibt. Ich bin also immer lieb zu meinen Bienen, schaue dass sich keine verletzt und wandere auch nicht mit ihnen, um ihnen Stress zu ersparen. Mir ist wichtig, dass es ihnen gut geht." Die Zutaten sind ausschließlich natürlich, betont Jovanovic und werden fein gemahlen in den Honig gerührt. Dieser Prozess dauert eine Woche bis zu 14 Tage. Geimkert wird mit Bio-Wachs.

250 Gramm des bunten Honigs kosten übrigens zwischen 15 und 16 Euro, normaler Blüten- und Cremehonig ist natürlich auch erhältlich. Zu Weihnachten gibt es personalisierte Wunschetikett. Erhältlich sind die Produkte im Onlineshop. Aktuell gibt es eine Kooperation mit Basketballspieler Jonathan Knessl – der Verkauf seines Honigs kommt dem Wiener Sterntaler Hof, einem Hospiz für Kinder und Jugendliche, zugute.

{title && {title} } ym, {title && {title} } Akt. 07.07.2026, 08:04, 07.07.2026, 06:45
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