In der Nacht auf Dienstag fiel im Großraum Wien Eisregen vom Himmel. Aufgrund des Niederschlags und der eisigen Temperaturen gefror das Wasser binnen weniger Minuten und machte Straßen sowie Gehwege zu einer Eislaufbahn.
Während in Wien die Hauptverkehrsadern bereits vom Winterdienst mit reichlich Salz bearbeitet wurden, musste man in Seitengassen mit Schritttempo unterwegs sein, oder das Auto gleich stehen lassen. Allerdings waren die öffentlichen Verkehrsmittel ebenfalls von dem Eisregen betroffen. Mehrere ÖBB-Züge in Richtung Wien, die täglich tausende Menschen in die Bundeshauptstadt zur Arbeit bringen, waren eingeschränkt.
Eine Niederösterreicherin berichtete gegenüber "Heute", dass ein regelrechtes Zug-Chaos ausgebrochen ist. "Viele der Verbindungen fallen ganz aus, also steigt man auf langsamere Züge um", so die 25-Jährige im "Heute"-Talk. Auch aus Simmering berichten Leserreporter, dass zwischen 7.45 Uhr und 8.15 Uhr kein Zug mehr gefahren sei.
"Wegen der derzeitigen Witterung ist bis voraussichtlich Nachmittag mit Abweichungen und Verspätungen im Zug- und Busverkehr in Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich und Salzburg zu rechnen", heißt es seitens der ÖBB. Man ersuche Fahrgäste, nicht dringende Reisen auf einen anderen Zeitpunkt zu verschieben.
Auch die Wiener Linien hatten mit dem Eis zu kämpfen: Zahlreiche Straßenbahn- und Buslinien waren von den schwierigen Witterungsverhältnissen betroffen. Busse kamen teilweise gar nicht mehr vom Fleck. Zudem kam es bei zahlreichen Straßenbahnlinien zu Verzögerungen und längeren Wartezeiten.