Block West wird gesperrt, 100.000 € Strafe für Rapid

Rapid kommen die Fan-Verfehlungen im Derby teuer zu stehen! Die Bundesliga verdonnerte die Hütteldorfer zu einer Geldstrafe in der Höhe von 100.000 Euro.
Rapid bekommt die Rechnung für die Fan-Ausschreitungen im Wiener Derby (1:1) präsentiert – und die fällt heftig aus. Zur Erinnerung: Chaoten, die sich im Block West befanden, bewarfen Raphael Holzhauser mit Feuerzeugen und Schnaps-Fläschchen. Der Austria-Kicker wurde leicht verletzt, das Spiel stand kurz vor dem Abbruch. Im Finish sorgten zudem zwei Flitzer für eine weitere Spielunterbrechung.

Am Montag beschäftigte sich der Senat 1 der Bundesliga mit den Vorfällen – und beschloss folgende Sanktionen.

Geldstrafe und Sektorsperre

100.000 Euro müssen die Hütteldorfer Strafe zahlen. Außerdem werden die beiden Hintertor-Tribünen, also auch der Block West, für ein Heimspiel gesperrt. Gibt es in den nächsten zwölf Monaten erneut Verfehlungen, kommt ein weiteres Match dazu.

CommentCreated with Sketch.29 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Der Senat 1 hat sich die Beschlussfassung nicht leicht gemacht. Aufgrund der Schwere der Vergehen und der gehäuften Anzahl an Vorfällen in den vergangenen Jahren galt es, ein deutliches Zeichen zu setzen", erklärte die Liga. "Es kann nicht sein, dass ein gegnerischer Spieler Angst um seine körperliche Unversehrtheit haben muss, wenn er zum Eckball antritt oder zwei Personen das Spiel bei einem Angriff der gegnerischen Mannschaft stören."

Fans sollen Strafe zahlen

Rapid, das 13 Übeltäter ausforschen konnte, kündigte bereits im Vorfeld an, dass die "Fans" für den finanziellen Schaden selbst aufkommen müssen. "Die rote Linie wurde überschritten. Wir werden alles dafür tun, um Stadionverbote und Regress durchzuführen", erklärte Präsident Michael Krammer.

Gegen Sturm noch volles Haus

Die Sektorsperre gilt noch nicht für das kommende Heimspiel gegen Sturm Graz, da die Entscheidung der Liga erst in einer so genannten "Langform" schriftlich an den Klub geschickt werden muss. Die Hütteldorfer können danach Protest gegen das Urteil einlegen.

Nicht verhandelt wurde das homophobe Transparent, das im Spiel gegen die Admira den Gästeblock zierte. Doch auch diese Aktion wird ein Nachspiel haben.

Wer den Überblick verloren hat: hier eine Link-Sammlung zum Thema:

+++ Rapid-Fans kündigen nach Eklat Mitgliedschaft auf +++

+++ So reagiert Rapid auf das homophobe Fan-Plakat +++

+++ Plakat-Eklat: Fans machen sich über Holzhauser lustig +++

+++ Rapid hat 13 Übeltäter ausgeforscht +++

+++ Hickersberger: "Fanatiker, die wir nicht brauchen" +++

+++ Wettbetrug? Ermittlungen gegen Derby-Flitzer +++


+++ Tipps von Schalke: So will Rapid das Fan-Problem lösen +++

+++ Schöttel: "Konkrete Maßnahmen müssen her +++

+++ Klein: "Randalierer gehören lebenslang gesperrt +++

+++ Nach Skandal: Rapid holt Hickersberger zurück +++

+++ Holzhauser: "Ich will mich im Beruf sicher fühlen +++ (red.)

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