Die schottische Läuferin Eilish McColgan wird den London-Marathon länger in Erinnerung behalten – allerdings in schmerzhafter.
Die 35-Jährige kam in einer Zeit von 2:24:51 Stunden ins Ziel, wurde starke Siebente – mit blutdurchtränktem Schuh.
"Kurz nach der Hälfte der Strecke bekam ich eine wirklich schlimme Blase am Zeh. Es klingt komisch, das zu sagen, aber ich kann es nur so beschreiben: Es fühlte sich an, als wäre mein Fuß explodiert."
Die Läuferin weiter: "Ich hatte einfach diese riesige Wunde und dachte: Was zum Teufel ist das? Es tat natürlich ziemlich weh, aber dass es so plötzlich passierte … Ich konnte dann keinen Druck mehr auf meinen Fuß ausüben. Ein Teil von mir dachte: Werde ich das schaffen? Es ist noch ein langer Weg bis zu den 42,2 Kilometern. Und dann fingen auch noch Schmerzen an anderen Stellen an."
Fakt ist: McColgan konnte das Rennen mit einer starken Willensleistung beenden. Danach suchte sie medizinische Hilfe auf, ließ sich verarzten.
Außerdem analysierte sie, wie es zur Verletzung gekommen ist – Antworten fand sie nicht. "Es handelte sich weder um neue Schuhe noch um neue Socken. Ich habe sie das ganze Jahr über beim Training und bei Wettkämpfen getragen, ohne jegliche Probleme. Sie sind nicht zu klein und meine Zehennägel sind völlig in Ordnung. Ein Teil meines Zehs war aufgerissen, und wir wissen nicht genau, warum das passiert ist, da es vorher nie ein Problem war. Das Einzige, was uns einfällt, ist, dass meine Füße vielleicht geschwollen waren."