Mehrere Urlauber sind an Mallorcas Stränden offenbar von kleinen Fischen gebissen worden. Die schmerzhaften Vorfälle ereigneten sich laut "Mallorca Magazin" an der Playa de Illetes und der Cala Comtessa in der Gemeinde Calvià. Eine Betroffene berichtete: "Am Ende floss sogar Blut."
Experten vermuten, dass Geißbrassen hinter den Bissen stecken. Die bis zu 30 Zentimeter großen, silberfarbenen Fische mit dunklen Querstreifen verfügen über kräftige Zähne. In stark besuchten Badebuchten verlieren sie offenbar ihre Scheu vor Menschen – vor allem dort, wo sie regelmäßig gefüttert werden. Wer regungslos im flachen Wasser steht, könne deshalb leichter zum Ziel werden.
Warum die Tiere zubeißen, ist nicht abschließend geklärt. Vermutet wird ein Zusammenhang mit den hohen Wassertemperaturen im Mittelmeer, die den Stoffwechsel und damit den Nahrungsbedarf der Fische steigern. Zudem gelten Geißbrassen als natürliche "Putzer" und interessieren sich für abgestorbene Haut oder kleine Wundkrusten.
Neu ist das Phänomen nicht: Bereits im Juni wurde am Strand von Cala Major eine 28-jährige Urlauberin aus Berlin gebissen und berichtete von einem schmerzhaften Zwicken an der Wade. Auch im Juli 2023 hatten mehrere Badegäste ähnliche Vorfälle gemeldet.