Nach der schockierenden Bluttat in der Leopoldstadt, bei der ein später ebenfalls tot aufgefundener Mann zuvor seine Ehefrau tötete und seine Tochter sowie deren Freund schwer verletzte, herrscht bei vielen Anrainern große Verunsicherung. "Heute" vor Ort und hat mit Bewohnern über die Ereignisse vom Vortag gesprochen. Dabei wollten wir erfahren: Wie sicher fühlen sie sich in ihrem Grätzel?
„Ich dachte, das ist ein Terroranschlag – ich hatte Angst um meine Freundin!“Rindard, 18war zum Tatzeitpunkt mit seiner Freundin spazieren
>> Im Video: Anrainer berichten über die Situation in ihrem Grätzel
"Es ist wie Chicago!", sagt Belo, der den Polizeieinsatz vom Balkon aus beobachtete. "Alle sind auf die Balkone gekommen und haben geschaut."
Auch bei Rindard, der zum Tatzeitpunkt mit seiner Freundin in der Gegend spazieren war, sitzt der Schrecken noch tief: "Plötzlich habe ich Schüsse gehört und habe meine Freundin sofort in Sicherheit gebracht. Ich dachte, es könnte ein Terroranschlag sein – deshalb hatte ich Angst um sie."
Robert, der seinen Bezirk eigentlich liebt, blickt dennoch besorgt in die Zukunft: "Es hat sich alles verändert. Meine Frau kann ich abends nicht mehr mit dem Hund spazieren schicken. Ich will auf jeden Fall hier weg, obwohl ich hier aufgewachsen bin!"
Liljana, die seit ihrem zwölften Lebensjahr in dem Grätzel wohnt, bringt die Stimmung auf den Punkt: "Man fühlt sich wirklich nicht mehr sicher und auch nicht mehr frei."