Alarmierendes Bild am Bodensee: Der Pegelstand sinkt – langsam, aber doch – immer weiter. Zuletzt auch von Sonntag (331 Zentimeter) auf Montag (329 Zentimeter). Nur noch drei Zentimeter trennten den See vom tiefsten Wert, der jemals an einem 6. Juli gemessen wurde. Normalerweise liegt der Wert im Schnitt bei 431 Zentimetern, berichtet "Krone".
Damit sind viele Treppen, die in den See führen, nur mehr knapp unter der Wasseroberfläche oder gar darüber. Für gebrechlichere Personen ist der Einstieg dadurch erschwert. Jedoch hat man den historischen Tiefststand von 231 Zentimetern noch lange nicht erreicht.
Es ist ein Bild, welches sich auch auf der deutschen Uferseite zeigt. Dort führte der niedrige Pegelstand nun zu einem mysteriösen Fund. Ein Badegast entdeckte einen fünf Zentimeter großen Steintaler. Auf diesem stand "Ulm" geschrieben. Die andere Seite war mit sechs Zahlen versehen.
Im Netz konnte der Mann herausfinden, dass es sich dabei um einen Schamottstein handelt. Dieser wird bei einer Einäscherung in den Sarg gelegt, um Verwechslungen zu vermeiden. Anschließend wird der Stein in die Urne gegeben.
Wie genau der Stein aus Ulm in den Bodensee gelangen konnte, ist unklar. Laut einem Bericht der "Schwäbischen Zeitung" konnte er inzwischen einem Krematorium der Stadt zugewiesen werden. Demnach soll die Einäscherung vor rund eineinhalb Jahren stattgefunden haben.
Fix ist allerdings, dass das Verstreuen von Urnen-Asche im See verboten ist. Dies gilt sowohl für die deutsche als auch für die österreichische Seite. Ob dies nun ein Nachspiel haben könnte, steht nicht fest.