Der Bludenzer Bürgermeister Simon Tschann (ÖVP) gerät erneut ins Visier der Justiz. Im Zentrum steht erneut eine baurechtliche Causa.
Wie die Staatsanwaltschaft Feldkirch laut "Kronen Zeitung" bestätigt, laufen wieder Ermittlungen gegen ihn wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch.Konkrete Details zur betroffenen Wohnanlage wurden bislang nicht bekanntgegeben. Laut Staatsanwaltschaftssprecherin Karin Dragosits werde in dem Verfahren wegen Paragraph 302 Strafgesetzbuch ermittelt – also wegen Amtsmissbrauchs. Die Aussagen wurden auch gegenüber dem ORF Vorarlberg bestätigt.
Welche Bauentscheidung konkret geprüft wird, ist derzeit offen. Klar ist nur, dass es sich um eine weitere Untersuchung im Zusammenhang mit einer baurechtlichen Entscheidung des Bürgermeisters handelt.
Für Tschann ist es nicht das erste Verfahren dieser Art. Bereits in der Vergangenheit wurde gegen ihn im Zusammenhang mit einem Bauprojekt in der Fohrenburgstraße ermittelt. Damals stand der Vorwurf im Raum, er habe als Baubehörde eine Bewilligung und eine Abstandsnachsicht erteilt, obwohl die Voraussetzungen dafür laut Anklage nicht erfüllt gewesen sein sollen.
In diesem früheren Verfahren kam es bereits zu einer erstinstanzlichen Verurteilung im Februar 2026. Allerdings wurde ein vorheriges Urteil vom Obersten Gerichtshof wieder aufgehoben, wodurch das Verfahren erneut aufgerollt werden musste.
Derzeit liegt eine Nichtigkeitsbeschwerde beim Obersten Gerichtshof. Die Generalprokuratur prüft den Fall und wird anschließend eine Stellungnahme abgeben. Wann es zu einer endgültigen Entscheidung kommt, ist offen.