Verhandlung im Landesgericht Feldkirch: Im Mittelpunkt stand ein Vorfall im April in Lauterach, bei dem es während einer Taxifahrt zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Fahrgast und Lenker gekommen sein soll. Laut Anklage habe der Gast mehrfach zugeschlagen und auch getreten, wodurch der Fahrer Verletzungen im Gesicht und am Oberkörper erlitten haben soll.
Der Beschuldigte wies die Vorwürfe zurück und zeichnete ein anderes Bild der Situation. Er behauptete, der Taxifahrer sei selbst aggressiv geworden und habe ihn attackiert indem er ihm das Geld aus der Hand schlug. Zugleich gab er nur eingeschränkt zu, den Fahrer getroffen zu haben. Er habe ihn "eventuell erwischt", heißt es in "Vorarlberg online".
In seiner Darstellung ging der Mann sogar so weit zu sagen: "Wenn ich jemandem Faustschläge verpasse, dann geht der k. o." Gleichzeitig betonte er, in früheren Verfahren stets kooperiert zu haben, diesmal aber unschuldig zu sein.
Der Taxilenker schilderte den Ablauf völlig anders. Der Fahrgast habe sich geweigert auszusteigen, worauf es zu einem Gerangel gekommen sei. Dabei habe er Schläge und einen Tritt gespürt, während er versucht habe, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Erst die Androhung, die Polizei zu rufen, habe den Mann zum Flüchten gebracht.
Die Verteidigung beantragte zusätzliche Zeugen, doch das Gericht lehnte weitere Beweise ab. Am Ende folgte die Richterin der Aussage des Taxifahrers und verhängte wegen Rückfalls 24 Monate Haft.
Nach dem Urteil reagierte der Mann aufgebracht und meinte: "Ich muss unschuldig ins Gefängnis." Er nahm sich Bedenkzeit, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.