Ein außergewöhnliches Naturschauspiel hat am Mittwoch zahlreiche Menschen an den Bodensee gelockt. Vor Friedrichshafen (D) bildete sich am frühen Nachmittag eine riesige Wasserhose, die vom Ufer aus gut zu sehen war.
Kurz nach 13 Uhr entstand das Wetterphänomen über dem See. Viele Passanten und Touristen verfolgten die Wasserhose von der Uferpromenade aus. Zahlreiche Menschen verließen dafür sogar Restaurants und Geschäfte, um das Spektakel zu beobachten, berichtet der "Südwestrundfunk".
Nach ersten Informationen war die Wasserhose etwa 20 Minuten lang zu sehen. Danach löste sich der rotierende Luftwirbel wieder auf.
Trotz des eindrucksvollen Naturschauspiels kam es nach bisherigen Erkenntnissen zu keinen Zwischenfällen auf dem Wasser. Die Wasserschutzpolizei teilte mit, dass keine Notfälle gemeldet wurden. Auch der Katamaran zwischen Friedrichshafen und Konstanz war nicht betroffen.
Erst am 10. Juni war über dem Bodensee eine weitere Wasserhose beobachtet worden. Laut Augenzeugen war das Naturereignis rund fünf bis zehn Minuten sichtbar – mehr dazu hier.
Bei einer Wasserhose entsteht durch Windströmungen ein rotierender Aufwindschlauch über einer Wasserfläche. Das Naturphänomen kann für Menschen, Boote und küstennahe Bereiche gefährlich werden. Im schlimmsten Fall können Schiffe kentern oder sich Wasserhosen an Land zu zerstörerischen Windhosen entwickeln.