Explosion in Wohnung

Böller ins Schlafzimmer geworfen – Frau schlief im Bett

Es war kurz nach ein Uhr nachts, als eine junge Frau in ihrer Wohnung aus dem Schlaf gerissen wurde: eine Explosion war neben ihr hochgegangen.
Victoria Carina  Frühwirth
21.01.2026, 19:41
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Nach einem Streit entschieden sich zwei Bekannte, am 8. Jänner in Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling, NÖ), scheinbar aus Wut zur brutalen Tat zu schreiten.

Sie lag im Bett, als es neben ihr knallte

Laut Ermittlungen schlugen die Beschuldigten (19, 22) mit einem Notfallhammer die Fenster einer 19-jährigen Bekannten ein. Danach sollen die beiden Österreicher pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F4, also Großfeuerwerk, in ihr Wohnzimmer und das Schlafzimmer geworfen haben. Die junge Frau schlief zu diesem Zeitpunkt in ihren eigenen vier Wänden, die unter Beschuss geraten waren. Durch die Explosion erlitt sie Verletzungen unbestimmten Grades.

In der Wohnung entstand ein Sachschaden von rund 15.000 Euro! Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ordnete nach Vorlage der Erhebungsergebnisse die Festnahme des 19-Jährigen sowie eine Hausdurchsuchung an. Unterstützt wurde die Kriminalpolizei dabei von der Einheit "SIG – schnelle Interventionsgruppe".

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Hausdurchsuchung brachte Zufallsfunde

Bei der Durchsuchung stellten die Beamten Teile des verwendeten Notfallhammers sicher. Zudem wurden Zufallsfunde gemacht – darunter verbotene Waffen und weitere pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F4. Der 19-Jährige zeigte sich bei der Einvernahme geständig und wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt in die zugehörige Justizanstalt eingeliefert.

Der zweite Beschuldigte, ein 22-Jähriger, wurde am 13. Jänner in Wien festgenommen. An der Festnahme war die Sondereinheit "WEGA" beteiligt. Der Mann machte bei der Einvernahme von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Er wurde anschließend in die Justizanstalt Wien Josefstadt eingeliefert.

Ermittlungen zu absichtlicher Körperverletzung

Ermittelt wird wegen absichtlich schwerer Körperverletzung, schwerer Sachbeschädigung, vorsätzlicher Gefährdung durch Sprengmittel sowie Brandstiftung. Das endgültige Ermittlungsergebnis wird nach Abschluss aller kriminalpolizeilichen Tätigkeiten an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt übermittelt.

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