Alarmierende Statistik

"Lebensgefahr" – Hunderte Menschen zu Neujahr im Spital

Brandgefährliches Brauchtum: Rund um Silvester wird wieder lautstark geböllert. Eine Statistik liefert besorgniserregende Verletzten-Zahlen.
Oberösterreich Heute
30.12.2025, 05:00
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Erst vor wenigen Tagen kam es in Mauthausen (Bez. Perg) zu dramatischen Szenen: Ein Bursch warf einen Kracher in eine Benzinlache. Die Folge: eine Stichflamme und schwere Verletzungen.

Die alarmierten Polizisten handelten geistesgegenwärtig und leisteten Erste Hilfe: Sie kühlten die Verbrennungen des 16-Jährigen in der Badewanne. Die Rettung brachte den Teenager ins Linzer Kepler Klinikum.

Vorfälle wie diese rufen Jugend-Landesrat Christian Dörfel (ÖVP) auf den Plan: Wer glaube, Haltestellen, Mistkübel oder öffentliche Plätze in die Luft jagen zu können und damit Menschen zu gefährden, habe den Ernst der Lage nicht verstanden. "Das ist kein Lausbubenstreich, sondern Sachbeschädigung und im schlimmsten Fall Körperverletzung."

Besonders kritisch sieht Dörfel die zusätzliche Belastung für Einsatzkräfte: "Viele von ihnen verzichten auf ihre Freizeit, um auch an Feiertagen für die Sicherheit aller da zu sein." Wenn sie wegen sinnloser Explosionen ausrücken müssen, sei das einfach respektlos.

"Nicht nur andere werden gefährdet – besonders Kinder und Jugendliche bringen sich selbst in Lebensgefahr", so der Politiker. Jedes Jahr verletzen sich rund 200 bis 400 Menschen in Österreich beim unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen.

65 Prozent der Betroffenen sind unter 24 Jahre alt. Verbrennungen an Händen und Gesicht, Gehörschäden oder bleibende Verletzungen sind keine Seltenheit. Der Landesrat appelliert an Eltern und Erziehungsberechtigte, die Verantwortung nicht aus der Hand zu geben.

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