Börsen-Mama gibt Tipps: So wird jeder mit Aktien reich

Carmen Mayer mit ihren beiden Töchtern Leni (4) und Emily (fast 2). In den Aktienmarkt stieg sie ein als sie zum ersten Mal schwanger war.
Carmen Mayer mit ihren beiden Töchtern Leni (4) und Emily (fast 2). In den Aktienmarkt stieg sie ein als sie zum ersten Mal schwanger war.Inka Englisch
Carmen Mayer investierte vor vier Jahren 2.000 Euro in Aktien. Heute besitzt die zweifache Mutter zwei Immobilien und gilt als Selfmade-Millionärin.

Die Inflation auf dem Immobilienmarkt stellt junge Familien vor große Herausforderungen. Selbst wenn beide Elternteile überdurchschnittliche Gehälter haben, rückt der Traum vom eigenen Haus oft in weite Ferne. So ging es auch Carmen Mayer und ihrem Mann. Das Paar träumte in ihrer Münchner Zwei-Zimmer-Wohnung vom eigenen Haus. Doch trotz ihrer Jobs als Biochemikerin und Ingenieur sowie einem gut gefülltem Sparkonto reichte das Geld nicht aus.

Dann stieß die mittlerweile zweifache Mutter auf das Buch "Rich Dad – Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen" von Robert Kiyosaki. "Da stand, um wirklich vermögend zu werden gibt es drei Wege: Man gründet Unternehmen, man kauft Immobilien oder man kauft Aktien." Letzteres hat die heute 37-Jährige gemacht. Mit 2.000 Euro stieg sie vor vier Jahren ein, besitzt mittlerweile zwei Immobilien und gilt als Selfmade-Millionärin. Jetzt will sie anderen die Angst vor der Börse nehmen und hat dazu sogar den Podcast "Mami goes Millionär" gegründet.

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"Ich finde es schade, dass die Leute glauben, Aktien sind gefährlich und nur etwas für Personen mit einer finanziellen Bildung. Ich hatte von der ganzen Sache auch keine Ahnung", erzählt Mayer im Interview mit der "Heute".

Drei einfache Spielregeln

Gefährlich sei die Börse nur dann, wenn man spekuliere. Doch das sei für einen anständigen Gewinn gar nicht notwendig. Es gäbe dort viele solide Unternehmen und "hält man sich an die Spielregeln, kann eigentlich nicht viel passieren", so die zweifache Mutter. "Man muss das Unternehmen kennen, verstehen und man muss sich anschauen, ob Umsätze sowie Gewinne steigen. Damit sind schon zwei Drittel der Arbeit gemacht."

1Kenne das Unternehmen 

"Als erstes ist es ganz wichtig, dass man diese Unternehmen wirklich kennt oder benutzt. Ich zum Beispiel kaufe keine Wasserstoffaktien, weil ich davon keine Ahnung habe. Wenn es dann News gibt, könnte ich diese nicht richtig einordnen."

2Wie verdient das Unternehmen sein Geld

"Dann muss ich verstehen, wie das Unternehmen Geld verdient. Ich habe zum Beispiel früher nicht gewusst, wie Facebook Geld verdient. Ich habe immer gedacht, das wäre eine kostenlose Plattform und dann ist das als Investment nicht schlau. Aber so etwas bekommt man schnell raus, man muss nur googeln."

3Umsätze und Gewinne ansehen

"Und immer auch schauen, wird das gebraucht? Wird das immer mehr gebraucht? Wie steigen die Umsätze von so einem Unternehmen? Wie steigen die Gewinne? Es gibt Unternehmen die machen noch keine Gewinne und dann können die sehr stark korrigieren, das heißt die sind wie aufgeblasen, weil nichts übrig bleiben." Als Beispiel nennt Mayer hier Tesla. "Die machen jetzt erst Gewinne. Deshalb ist das mit denen ein riskantes Unterfangen. Aber Google oder Facebook machen Gewinne bis der Arzt kommt, da hat man einfach viel mehr Sicherheit."

2.000 Euro als Grundlage

Für den Start schlägt Mayer 2.000 Euro vor. Mit dieser Summe sei auch sie ins Aktiengeschäft eingestiegen. Damals traute sie sich nicht mehr zu investieren. "Ich dachte mir, die 2.000 Euro, wenn ich die verliere, geht die Welt nicht unter." Nachdem es gut lief, habe sie immer mehr Geld dazugegeben. "In einem Jahr habe ich dann 40 oder 50 Prozent Rendite gemacht."

Allerdings sollte man nie seinen letzten Cent an die Börse geben, warnt die heutige Aktienexpertin. Man braucht immer Geldreserven. Auch mit einer zu niedrigen Summe sollte man nicht ins Aktiengeschäft einsteigen. Aus einem ganz einfachen Grund: "Man sollte nicht nur in eine Aktien investieren, sondern sich ein Portfolio aufbauen. Mindestens drei bis fünf Aktien sind gut und das wird mit lediglich 1.000 Euro schwierig. Es gibt zwar Aktien, wie jene von Apple, die kosten nur rund 100 Euro, aber es gibt auch Aktien, die kosten weit mehr." Habe man sich ein kleine Portfolio zugelegt, könne man diese Stück für Stück besparen. "Also im Monat 500 Euro drauflegen oder was man sich so leisten kann."

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Der größte Fehler an der Börse

Zum Abschluss warnt die Selfmade-Millionärin noch vor dem größten Fehler an der Börse: "Die Leute akzeptieren Verluste zu lange und sagen, dass es jetzt auch schon egal sei. Hier sollte man allerdings einen klaren Strich ziehen, ich zum Beispiel akzeptiere nicht mehr als ein Minus von 30 Prozent vom letzten Hoch. Gewinne hingegen nehmen sie zu schnell und zu früh mit." Dabei solle man Gewinne laufen lassen und leichte Schwankungen einfach aussitzen. "Ähnlich wie in einer Ehe", so Carmen Mayer.

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