Bezahle dich zuerst – so bleibt dir mehr Geld am Konto

Geld sparen fällt vielen Menschen schwer (Symbolbild).
Geld sparen fällt vielen Menschen schwer (Symbolbild).Getty Images/iStockphoto
Wer richtig Geld sparen möchte, sollte sich die goldene Regel "Bezahle dich selbst zuerst" aneignen. So funktioniert das Konzept.

In seinem Buch "Der reichste Mann von Babylon" skizziert Autor George S. Clason einige Strategien, um finanzielle Freiheit zu erlangen. Sein Werk, das 1926 publiziert wurde, gilt heute noch als Klassiker in der Finanzliteratur. Die Parabeln, die von Babylon, dem Finanzzentrum der antiken Welt, erzählen, vermitteln Wege zum erfolgreichen Vermögensaufbau.

Zehn-Prozent-Regel

Eine der wichtigsten Strategien, die Clason darin beschreibt, ist die "Bezahle dich selbst zuerst"-Methode. Diese Regel eignet sich vor allem für jene Menschen, bei denen das Konto am Ende des Monats immer leer ist.

Das Konzept funktioniert so: Jedes Monat wenn du dein Gehalt bekommst, bezahlst du einen bestimmten Betrag an dich selbst. Hilfreich dafür wäre ein zweites Girokonto, wo diese Beträge gesammelt werden. Du kannst dafür einen Dauerauftrag einrichten. Erst danach kümmerst du dich um alle anderen Ausgaben.

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Bei der Höhe der Summe verweist Clason auf die Zehn-Prozent-Regel. Das bedeutet, dass ihr ein Zehntel eurer Einnahmen auf die Seite legen solltet. Ein Beispiel: Wenn dein Netto-Einkommen 1.500 Euro beträgt, sparst du monatlich 150 Euro auf einem eigenen Konto.

Methode auch für niedrige Einkommen geeignet

Die Methode kehrt bekannte Denkmuster einfach um, denn die meisten sparen das Geld, das ihnen am Ende des Monats übrig bleibt. Das Risiko, dass du das Geld für verschiedene Freizeitaktivitäten und Shopping-Touren ausgibst, ist dabei aber um einiges höher. Wenn du dich vorher selbst mit einer festgelegten Summe monatlich bezahlst, entgehst du dieser Gefahr.

Auch Aktionärin Lucy Seteram verwendet diese Sparstrategie: "Egal ob arm oder reich, ob ein hohes oder niedriges Einkommen, die 10-Prozent-Regel ist gültig für alle Ausgangssituationen. Gerade in den unteren Einkommensklassen wird oft argumentiert, dass ein Sparen nicht möglich ist, da jeder Euro zur Deckung der laufenden Kosten und Konsumausgaben benötigt wird. Diese Argumentation ist in der Welt der Babylonier allerdings nicht zulässig. Hier ist jeder in der Lage zehn Prozent seiner Einnahmen für den langfristigen Vermögensaufbau zurück zu legen", erklärt sie in einem Posting auf Instagram.

Mit diesen zehn Prozent an gespartem Geld kannst du dir sicherlich so manchen Wunsch erfüllen, wie etwa eine größere Reise oder ein neues Auto. Für Personen mit höherem Gehalt sind auch höhere Summen, wie etwa 20 oder 30 Prozent des Gehalts denkbar. Selbstdisziplin ist dabei ein wichtiger Faktor.

Du kannst das Geld auch in einen Fonds, ETFs oder andere Geldanlagen investieren. Am Anfang kostet es noch mehr Überwindung, doch innerhalb kurzer Zeit gewöhnst du dich daran und wirst gar nicht merken, dass du zehn Prozent weniger zur Verfügung hast.

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