Gefährliche Bakterien

Böse Folge der Hitze – Behörden warnen jetzt ALLE

In Linz häufen sich schwere Legionellen-Infektionen. Jetzt läuft die Suche nach der möglichen Quelle auf Hochtouren.
Oberösterreich Heute
05.08.2026, 20:55
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Die Zahlen sind alarmierend, die Häufung zumindest mysteriös: Seit Ende Juli wurden in OÖ insgesamt 20 Legionellen-Erkrankungen gemeldet. Gleich 15 Fälle entfallen auf den Raum Linz. Dazu kommen zwei Menschen, die im Ausland erkrankten. Beide hatten sich während der möglichen Infektionszeit in Linz aufgehalten. Damit gibt es insgesamt 17 Erkrankte mit Bezug zur Landeshauptstadt.

Experten suchen nach Quelle

Noch ist völlig offen, ob es sich um eine zufällige Häufung handelt. Die Behörden prüfen derzeit, ob zumindest einige der Erkrankungen dieselbe Ursache haben könnten. Beim Magistrat Linz läuft die Suche nach möglichen Zusammenhängen auf Hochtouren.

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Das musst du über Legionellen wissen

Legionellen kommen von Natur aus in geringer Konzentration im Wasser vor. Unter bestimmten Bedingungen können sich die Bakterien allerdings stark vermehren – etwa bei großer Hitze, in Warmwasseranlagen großer Gebäude oder in künstlichen wasserführenden Systemen.

Eine Infektion kann die sogenannte Legionärskrankheit auslösen. Dabei handelt es sich um eine schwere Form der Lungenentzündung, die mit Antibiotika behandelt werden muss.

Es gibt allerdings auch mildere Verläufe ohne Lungenentzündung. Das sogenannte Pontiac-Fieber klingt meist innerhalb von zwei bis fünf Tagen von selbst ab. Besonders gefährdet sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder chronischen Lungenerkrankungen sowie Raucherinnen und Raucher.

Unterstützung kommt von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Sämtliche verfügbaren Informationen zu den einzelnen Fällen werden zusammengetragen und ausgewertet. Parallel dazu suchen die Experten nach der möglichen Infektionsquelle.

Ergebnis in einigen Tagen

Umfangreiche Proben wurden bereits genommen – darunter auch aus Wasser von Kühltürmen. Auf schnelle Gewissheit können die Behörden allerdings nicht hoffen: Die Bakterien müssen zunächst angezüchtet und anschließend fachlich beurteilt werden. Dieser Vorgang ist sehr zeitintensiv. Mit Ergebnissen wird erst in einigen Tagen gerechnet.

Als mögliche Ansteckungsquellen gelten unter anderem Duschen, Wasserhähne, Luftbefeuchter, Whirlpools, Springbrunnen und Wasserfontänen. Auch schlecht gewartete Kühltürme können zum Risiko werden. Gefährlich ist vor allem fein zerstäubter Wassernebel. Werden darin enthaltene Legionellen eingeatmet, können sie in die Lunge gelangen.

Nebelspiel wartet auf Freigabe

Besonders genau schaut die Stadt Linz auch beim neuen Nebelspiel im Volksgarten hin. Die Bauarbeiten für die Umgestaltung des Eingangsbereichs sind zwar abgeschlossen, sprühen darf die Anlage aber noch nicht.

Die Einrichtung bleibt vorerst außer Betrieb. Nach Reinigung und Desinfektion werden Wasserproben untersucht. Erst bei zufriedenstellenden Ergebnissen darf die Anlage starten. Einen Zusammenhang mit den aktuellen Erkrankungen nennt die Stadt nicht.

Entwarnung beim Trinken

Auch das große Wasserspiel, das in vergangenen Jahren im August für Abkühlung in der Innenstadt sorgte, fehlt heuer bisher. Entwarnung gibt es bei den Legionellen übrigens beim Trinken: Mit Legionellen belastetes Wasser zu schlucken, stellt laut den Behörden kein gesundheitliches Risiko dar. Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.08.2026, 20:59, 05.08.2026, 20:55