Bolivien hat ein neues Kooperationsabkommen mit den USA unterzeichnet, um den Drogenhandel im Land effektiver zu bekämpfen. Im Rahmen der Vereinbarung stellt die US-Regierung bis zu 20 Millionen US-Dollar für die Ausbildung und Ausrüstung bolivianischer Sicherheitskräfte zur Verfügung.
Das Abkommen gilt als Zeichen einer Annäherung zwischen beiden Ländern. Vor 18 Jahren hatte Bolivien unter dem damaligen Präsidenten Evo Morales die US-Drogenbehörde DEA aus dem Land gewiesen. Bolivien zählt weiterhin zu den weltweit größten Produzenten von Coca, dem Grundstoff für Kokain.
Das neue Abkommen ist auch ein Kurswechsel unter Präsident Rodrigo Paz. Bolivien ist dem von den USA geführten Sicherheitsbündnis 'Shield of the Americas' beigetreten, das sich gegen organisierten Drogenhandel richtet.
Das bolivianische Außenministerium erklärte, Ziel sei die Stärkung der Institutionen im Bereich der öffentlichen Sicherheit, Kriminalitätsbekämpfung und organisierten Kriminalität. Die Vereinbarung wurde in La Paz nur wenige Tage nach der Ernennung des neuen Verteidigungsministers Ernesto Justiniano, bisheriger Drogenbeauftragter, unterzeichnet.