Am Donnerstag erschütterte eine heftige Explosion ein Café im Zentrum von Damaskus. Nach neuesten Angaben des syrischen Gesundheitsministeriums kamen dabei zehn Menschen ums Leben, 21 weitere wurden verletzt.
Die Detonation ereignete sich in einem belebten Viertel nahe dem Justizpalast, wo derzeit Prozesse gegen Vertreter des gestürzten Assad-Regimes stattfinden. Unter den Opfern sollen mehrere Anwälte sein.
Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wurde die Explosion durch einen selbstgebauten Sprengsatz verursacht. Die Bombe wog rund ein Kilogramm und enthielt Metallteile. Bisher bekannte sich niemand zu dem Anschlag.
Der Gouverneur von Damaskus, Maher Eldibi, kündigte eine Untersuchung an. "Die Verantwortlichen für dieses Blutvergießen werden bestraft", sagte er. Auch der stellvertretende UN-Sondergesandte für Syrien, Claudio Cordone, forderte, die Täter vor Gericht zu stellen.
Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad durch islamistische Milizen im Dezember 2024 kam es in Damaskus zu mehreren tödlichen Anschlägen. Im Juni 2025 wurden bei einem Angriff auf eine Kirche 25 Menschen getötet – der IS wurde dafür verantwortlich gemacht. Im Mai starb ein Soldat durch eine Autobombe in der Altstadt.