Geheimdienst-Krimi in Italien

Bootsunglück 2023: Tote waren Agenten auf Iran-Mission

Überraschende Wende im Fall eines gesunkenen Ausflugsbootes am Lago Maggiore. Drei der vier Toten waren Agenten im Einsatz gegen den Iran!
Nick Wolfinger
21.04.2026, 14:47
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Was bisher wie ein tragisches Unglück wirkte, bekommt jetzt eine brisante Wendung. Beim Bootsunglück am Lago Maggiore im Mai 2023 starben nicht nur Urlauber – an Bord waren offenbar auch Geheimagenten im Einsatz gegen den Iran.

Zur Erinnerung: Am 29. Mai 2023 zog ein Sturm auf dem Lago Maggiore in Italien auf. Ein Ausflugsboot mit 23 Menschen und zwei Besatzungsmitgliedern kenterte. Anlass der Bootsfahrt sei eine Geburtstagsfeier gewesen, berichteten Medien damals. Vier Menschen kamen ums Leben, "Heute" berichtete.

Unglück wird zu Geheimdienst-Krimi

Was damals als tragisches Unglück berichtet wurde erhält nun eine brisante Wende. Wie die "Jerusalem Post" berichtet waren drei der vier Toten Geheimagenten im Einsatz gegen den Iran. Darunter ein Mossad-Agent und zwei Agenten des italienischen Auslandsgeheimdienstes (AISE). Die vierte Tote war die Frau des Bootskapitäns.

Mossad-Chef erwähnt Iran-Mission

Während einer Gedenkfeier für im Dienst gefallene Mossad-Agenten in Israel sprach Mossad-Chef David Barnea nun erstmals über den Tod des Agenten, der als "M" bezeichnet wird. Er soll eine zentrale Rolle im Kampf gegen iranische Rüstungspläne gespielt haben. Laut Barnea trugen seine Einsätze "maßgeblich zum Erfolg" der Operationen bei. Er soll Israel 30 Jahre lang gedient haben und genoss höchstes Ansehen.

Details nannte der Geheimdienstchef nicht. Weder Ort noch Zeitpunkt des Todes wurden offiziell bestätigt. Doch israelische Medien stellen eine eindeutige Verbindung her: Demnach soll "M." genau jener Mossad-Agent gewesen sein, der 2023 beim Bootsunglück in Norditalien ums Leben kam.

Auf geheimer Iran-Mission

Laut den Berichten arbeiteten die Agenten gemeinsam daran, den Iran am Erwerb moderner Waffen zu hindern. Das vermeintliche Freizeit-Treffen am See könnte also Teil einer verdeckten Operation gewesen sein.

Zwar wurde schon damals berichtet, dass Geheimdienstler unter den Opfern seien. Der 54-jährige Israeli war jedoch als "pensionierter Agent" bezeichnet worden. Von einem Bezug zum Iran war damals keine Rede. Barneas Rede ist die erste offizielle Bestätigung, dass ein solcher Einsatz tödlich endete. Der Agent wurde später in Aschkelon beigesetzt.

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