Sport

Boss: Die Austria würde Abbruch nicht überleben

AG-Vorstand Markus Kraetschmer zeichnet ein düsteres Bild für den Fall des Liga-Abbruchs. Die Wiener Austria würde diesen nicht überleben.
Heute Redaktion
13.09.2021, 13:46

Seit Monaten tappen Spieler, Fans aber auch die Verantwortlichen der Bundesliga und ihrer Klubs im Dunklen. Wann, wie und ob die letzten zehn Spieltage der Saison ausgetragen werden können, ist während der Corona-Krise offen. Aktuell wird fieberhaft an der Möglichkeit gearbeitet, die Saison mit Geisterspielen zu beenden.

Mit jeder weiteren Woche wird das Szenario Liga-Abbruch wahrscheinlicher. Die Regierung sieht vor, dass im Falle eines positiven Coronatests alle Kontaktpersonen in Quarantäne müssten. Zudem drängt die Zeit: Mit Ende Juni laufen Verträge von Spielern und Sponsoren aus. Der Geisterspiel-Plan hängt somit am seidenen Faden. Bei einem Abbruch würde vielen Klubs hingegen der finanzielle Kollaps drohen. Ausbleibende Einnahmen durch TV-Gelder, Sponsoren und Zuschauer-Einnahmen machen den Klubs zu schaffen.

Wie sehr, macht Austria-AG-Boss Markus Kraetschmer im "Kurier" aktuell deutlich. Auf die Frage, ob die Austria einen Abbruch überleben würde, sagt er: "Konkrete Antwort: nein. Aber das ist kein Spezifikum der Austria, das betrifft viele andere Klubs ebenso."

In Frankreich und Belgien wurde schon abgebrochen, der Tabellenführer jeweils zum Meister erklärt (PSG, Brügge). In den Niederlanden wurde ohne Titelvergabe abgebrochen. Und in Österreich? Kraetschmer: "Dann bricht das Modell in sich zusammen. Im Prinzip sind alle Mannschaftssportarten in Gefahr."

Der 48-Jährige übt wegen der unklaren Lage Kritik an der Regierung: "Mit jedem Tag wird wirtschaftlich noch mehr zerstört. Zusätzlich werden Karrieren vernichtet." Er plädiere für Klarheit und Planbarkeit: "Es geht ja um eine volkswirtschaftliche Gesamtrechnung."

Die Austria plagten schon vor der Corona-Krise finanzielle Sorgen. Der Stadionumbau und die sportliche Talfahrt 2019/20 machen dem Klub zu schaffen.

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