Brand in Linzer Kirche: Sogar deutsche Pfarre spendet

Pfarrer Franz Zeiger (re.) und Moutasem Khadra, der mit einem Feuerlöscher Schlimmeres verhinderte, vor der Kirche. Sogar in Deutschland werden Spenden gesammelt.
Pfarrer Franz Zeiger (re.) und Moutasem Khadra, der mit einem Feuerlöscher Schlimmeres verhinderte, vor der Kirche. Sogar in Deutschland werden Spenden gesammelt.Privat
Die Unterstützung nach einem Brandanschlag auf die Linzer Kirche St. Peter ist groß. Sogar aus dem 1.000 Kilometer entfernten Eutin wird gespendet.

"Brandanschlag: Kirche von Tierschutz-Pfarrer zerstört" – so lautete der "Heute"-Titel nach einem Feuer in der Pfarre St. Peter am Spallerhof in Linz. Für Pfarrer Franz Zeiger (59) war das wenige Tage vor Ostern eine Katastrophe. "Wir mussten alle Osterfeierlichkeiten im Freien abhalten", so der Geistliche damals zu "Heute". Auch die Sonntagsmesse findet nach wie vor unter freiem Himmel statt.

Das Feuer ging damals vom Bereich der Gedenkkerzen aus. Beim Brandherd wurden mehrere Zündhölzer gefunden. Durch die Flammen wurden ein Holz-Altar und eine rund eineinhalb Meter hohe barocke Madonna-Figur komplett zerstört. Die Versicherung bezifferte den Schaden mit rund 80.000 Euro.

Um einen Brand künftig zu verhindern, stellt die Pfarre wie berichtet künftig auf LED-Kerzen um. Doch dieser LED-Kerzenständer ist alles andere als billig, kostet knapp 3.000 Euro.

Große Unterstützung

Die Unterstützung aus der Gemeinde ist laut Zeiger aber überwältigend. Er sagt: "Viele Leute fragen mich, ob sie uns helfen können. Wir haben auch schon rund 5.000 Euro an Spenden erhalten."

Die Anteilnahme und Hilfsbereitschaft geht über die Grenzen des Landes hinaus. Denn sogar die Pfarre St. Vicelin aus Norddeutschland, genauer gesagt aus Eutin (rund 50 Kilometer von Kiel entfernt) ruft ihre Gemeinde auf, zu spenden. "Das hat mich wirklich überrascht und sehr gefreut. Ich habe dort in den vergangenen Jahren in den Sommermonaten immer mal wieder bei Messen ausgeholfen und dort auch Urlaub gemacht. Vor fünf Jahren war ich das letzte Mal dort, aber wir sind immer in Kontakt geblieben", so Zeiger. 

Einige Hundert Euro sind so schon zusammengekommen. "Da geht es gar nicht so um den Betrag. Aber die Geste finde ich einfach überwältigend. Sogar aus so weiter Entfernung denken die Menschen an uns und wollen uns helfen", so Zeiger.

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