Weltbekannter Wallfahrtsort

Brandanschlag in Medjugorje – Marienstatuen geschändet

Der Brandanschlag und die Schändung mehrerer Marienstatuen erschüttert den weltbekannten Wallfahrtsort Medjugorje.
Maxim Zdziarski
28.07.2026, 19:35
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Große Bestürzung in einem der bekanntesten Wallfahrtsorte Europas: In Medjugorje in Bosnien-Herzegowina haben Unbekannte in der Nacht auf Dienstag einen Brand gelegt und mehrere religiöse Stätten geschändet. Die Polizei ermittelt.

Nach Angaben der Behörden wurde zunächst die Beschädigung einer Marienstatue auf dem sogenannten Erscheinungsberg Podbrdo gemeldet. Wenig später, gegen 5 Uhr, ging der Notruf wegen eines Feuers am Außenaltar hinter der Pfarrkirche St. Jakobus ein. Die Flammen konnten rasch gelöscht werden, bevor sie auf das Gotteshaus übergriffen. Der erst kürzlich renovierte Altar wurde jedoch beschädigt.

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Marienstatuen mit Farbe beschmiert

Wie mehrere Medien berichten, beschmierten die Täter zudem mehrere Marienstatuen am Erscheinungsberg sowie am bekannten Gebetsort "Blaues Kreuz" mit schwarzer Farbe. Auf den Sockel einer Statue wurden englischsprachige Schmähungen gesprüht.

Außerdem hinterließen die Vandalen Transparente mit Botschaften gegen den Wallfahrtsort, die Jungfrau Maria und die Seher der angeblichen Marienerscheinungen. Auch vom Kreuzberg Krizevac wurden weitere Spuren von Vandalismus gemeldet. Die Polizei sicherte sämtliche Tatorte und leitete Ermittlungen wegen der Vorfälle ein.

Pfarre ruft zu Gebet und Vergebung auf

Die Pfarre Medjugorje bestätigte die Beschädigungen in einer Stellungnahme. Trotz der Angriffe bleibe der Wallfahrtsort für Pilger geöffnet, das Gebetsprogramm werde wie geplant fortgesetzt. Gleichzeitig würden die beschädigten Bereiche gereinigt und instand gesetzt.

Die Verantwortlichen dankten allen Helfern und riefen die Gläubigen dazu auf, nicht mit Hass zu reagieren. Stattdessen solle man dem Vorbild der Gottesmutter folgen und mit Gebet, Fasten und Vergebung antworten. Man bete für die Umkehr der Täter und hoffe, dass sie den Weg des Guten finden.

Pole vor Ort festgenommen

Wie das kroatische Nachrichtenportal "24sata" berichtet, konnte die Polizei mittlerweile einen Verdächtigen ausforschen. Dabei handelt es sich um einen 31-jährigen polnischen Staatsbürger, der in der Ortschaft Černo bei Ljubuški festgenommen wurde und sich inzwischen in Untersuchungshaft befindet.

Die Ermittler werfen dem Mann vor, die Marienstatue, sowie eine weitere Statue geschändet, den Außenaltar der Jakobskirche in Brand gesetzt und mehrere Botschaften in polnischer und englischer Sprache hinterlassen zu haben. Auf dem Sockel der Marienstatue fand sich unter anderem die Schmähinschrift "Teufel im Rock" sowie die Behauptung, die Seher von Medjugorje hätten gelogen.

Tausende Pilger werden erwartet

Die Vorfälle ereignen sich ausgerechnet zum Höhepunkt der Pilgersaison. Erst vor wenigen Tagen wurde in Medjugorje der Pfarrpatron St. Jakobus gefeiert. Bereits am 1. August beginnt das 37. Internationale Jugendfestival (Mladifest), zu dem rund 50.000 Jugendliche aus aller Welt erwartet werden. Ausgerechnet der vom Brand beschädigte Außenaltar gilt dabei als zentraler Veranstaltungsort.

zdz,Akt. 28.07.2026, 20:57, 28.07.2026, 19:35