Teurer Abstecher für einen Wiener Familienvater in der Donaustadt! Am 19. März parkte Thomas* (Name von der Redaktion geändert*), Vater von zwei kleinen Kindern (6 Monate und 2 Jahre), seinen Pkw kurz in der Langobardenstraße. Gegen 16.30 Uhr stellte er das Auto auf Höhe der Hausnummer 126 ab, um rasch ein Geschäft zu besuchen.
"Ich war wahrscheinlich nicht einmal fünf Minuten weg. Als Familienvater hat man im Alltag ständig Zeitdruck", erzählt Thomas. Rund vier Monate später folgte jedoch die böse Überraschung. Der Wiener erhielt Post von einem Anwalt: Wegen unerlaubten Parkens soll er 395 Euro bezahlen. Andernfalls drohe eine Klage wegen Besitzstörung, heißt es in dem Schreiben. Bis zum 1. August bleibt Thomas Zeit, den geforderten Betrag zu begleichen.
"Ich arbeite Vollzeit, meine Frau ist in Karenz – bei den heutigen Teuerungen ist so eine Summe für eine Familie ein riesiger Schock", schildert der Wiener. Er habe daraufhin versucht, die Angelegenheit direkt mit dem Inhaber des Geschäfts zu klären.
"Er war sehr nett und hat mich gefragt, ob ich das Schild wirklich nicht gesehen habe", erzählt Thomas. Er habe sich entschuldigt und einen Kompromiss vorgeschlagen: "Ich habe ihm ein faires Angebot gemacht: Er soll die Anwaltsanzeige zurückziehen, dafür kaufe ich sofort Gutscheine für meine Familie in seinem Geschäft." Doch der Ladeninhaber ließ sich darauf nicht ein.
ÖAMTC-Rechtsabteilungsleiter Nikolaus Authried erklärt in der Vergangenheit gegenüber "Heute", dass man sich im Einzelfall beraten lassen sowie mit dem entsprechenden Wording versorgen lassen solle. Für ÖAMTC-Mitglieder ist diese Beratung bei der Rechtsabteilung des Automobilclubs kostenlos.
1010, Wiesinger Straße/Stubenring
1020, Große Sperrlgasse 17
1040, Schelleingasse 17
1100, Quellenstraße 92
1140, Lützowgasse 14a
1160, Hasnerstraße 128
1210, Prager Straße 94-98
1210, Donaufelder Straße 91
1220, Franz-Eduard-Matras-Gasse 8
1220, Walter-Zeman-Gasse
1220, Breitenleer Straße
1220, Langobardenstraße 126
1230, Perfektastraße 11
Vösendorf, Am Teich
Für Thomas sorgt der Vorfall nach wie vor für großes Unverständnis. "Es kann nicht sein, dass Einkaufszeilen, in denen Anwohner kurz stehen bleiben oder jemanden abholen, als Abo-Falle genutzt werden. Ich möchte andere Eltern und Anwohner davor warnen, damit sie nicht auf diese Masche hereinfallen", sagt der Familienvater.
Ob er die geforderten 395 Euro bezahlen oder rechtliche Beratung in Anspruch nehmen wird, ist derzeit noch offen.