Das Fußballer nicht zimperlich mit Schiedsrichtern umgehen, kennt man auch aus Österreichs Amateurligen. Doch als im brasilianischen Bundesstaat Ceara ein Amateurfußballer den Schiedsrichter trat, zückte dieser ein Messer. Der Bruder des Angreifers wurde getötet, als er einschreiten wollte.
Nach einem Foulpfiff gegen die Gastmannschaft Boa-Fe hatten sich bei einem Amateurspiel in Barreira die Gemüter erhitzt. An und für sich nicht ungewöhnlich. Doch als ein Spieler dem Schiedsrichter Francisco Chaves einen Tritt versetzte, brannten bei dem Unparteiischen alle Sicherungen durch. Er zückte ein Messer, verletzte den Angreifer schwer.
Der Bruder des Spielers, Jose da Silva, eilte zur Hilfe und bezahlte das mit seinem Leben. Der Schiedsrichter rammte ihm das Messer in die Brust. Nach der Bluttat suchte der Täter das Weite. Da bei unterklassigen Spielen kaum Ordner anwesend sind, gelang dem Schiedsrichter laut Angaben der Militärpolizei von Ceara die Flucht. Es gebe aber Anzeichen, dass er sich stellen will.