Sport

Brasilien will das "Hexa" - Favoritenkreis ist groß

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:31

Mit dem Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien startet am Donnerstag (22 Uhr im "Heute.at"-Live-Ticker) der Traum der Gastgeber vom "Hexa", dem sechsten WM-Titel. Den wollen Neymar und Co. im eigenen Land holen. Die Fans wollen die "Selecao" zum Titelgewinn treiben, der letzte WM-Erfolg ist allerdings bereits zwölf Jahre her.

Mit dem Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien startet am Donnerstag (22 Uhr im "Heute.at"-Live-Ticker) der Traum der Gastgeber vom "Hexa", dem sechsten WM-Titel. Den wollen Neymar und Co. im eigenen Land holen. Die Fans wollen die "Selecao" zum Titelgewinn treiben, der letzte WM-Erfolg ist allerdings bereits zwölf Jahre her. 

Seit 2002 wartet Brasilien vergeblich auf den sechsten Titel, bei den letzten beiden WM-Endrunden war für die "Selecao" jeweils im Viertelfinale Endstation. Die Chancen für den Titelgewinn scheinen so gut wie schon lange nicht zu sein. In den Testspielen präsentierte sich die Elf von Luis Filipe Scolari überwiegend in guter Form, vor allem die starke Defensive zeichnet die Südamerikaner aus - untypisch für eine brasilianische Nationalmannschaft. Doch auch der Angriff mit Neymar kann sich sehen lassen. 

Dass das brasilianische Team mit großem Druck vor heimischem Publikum umgehen kann, zeigten die Samba-Kicker im Vorjahr, als der Confed-Cup geholt werden konnte. Im Finale wurde dabei Spanien geschlagen. Doch ganz genau dieser Umstand, dass der Confed Cup geholt wurde, spricht kurioserweise gegen die Brasilianer. Denn noch nie konnte der Confed Cup-Sieger die darauffolgende WM gewinnen.

WM-Final-Neuauflage von 2010 in Gruppenphase

Bereits in der Vorrundengruppe trifft der amtierende Weltmeister Spanien auf den Finalgegner von vor vier Jahren, die Niederlande. Die Vormachtstellung der "Furia Roja" könnte in Brasilien endgültig zu Ende gehen. Das Tiquii-Taca-System scheint überholt zu sein. Genauso wie einige, etwas in die Jahre gekommene Spieler. Xavi, Denker und Lenker der Mannschaft, ist nicht mehr der Jüngste, ebenso wie David Villa. Andere Leistungsträger, etwa Cesc Fabregas und Fernando Torres, befinden sich nicht in Form. 

Ewig lange Ballstafetten sind im modernen Fußball nicht mehr gefragt, es wird stattdessen der schnelle Weg zum Tor gesucht und mit Gegenpressing gearbeitet. Dies ist allerdings ein Spiel, das gerade der deutschen Nationalmannschaft entgegenkommt. 18 Jahre wartet die auf einen Titelgewinn, doch viele Unruhen rund um das Team von Jogi Löw störten die Vorbereitung. Gegen europäische Mannschaften spricht, dass in Südamerika nur Mannschaften aus dem eigenen Kontinent gewonnen haben. 

Südamerikanische Titelhoffnungen

Neben Brasilien gilt auch Erzrivale Argentinien als aussichtsreicher Kandidat auf den Titelgewinn. Gerade die herausragende Angriffsformation mit Lionel Messi, Sergio Aguero, Gonzalo Higuain und Angel di Maria macht der "Albiceleste" Mut. Großer Schwachpunkt ist die wackelige Defensive. Als kompaktes, starkes Team präsentierte sich Uruguay, das neben einer starken Defensive auf das Sturmduo Luis Suarez/Edinson Cavani setzen kann. 

Wie immer sind die afrikanischen Teams die große Unbekannte. Ghana, Nigeria, Kamerun und die Elfenbeinküste können durchwegs überraschen, sind aber auch für einen Umfaller gut. Das große Potential konnte meist nicht umgesetzt werden. Zu den Teams, die überraschen können, gehören die USA und einige europäische Teams. Viele Experten haben die "Roten Teufel" aus Belgien auf der Rechnung.

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