Torhüter Bruno Fernandes wurde 2010 wegen des Mordes an seiner Freundin zu 22 Jahren Haft verurteilt - und soll in Zukunft für Brasiliens Zweitliga-Team Boa Esporte Clube zwischen den Pfosten stehen. Zahlreiche Fans protestieren, Sponsoren kündigten ihre Verträge. Der Klub verteidigt die Neuverpflichtung.
Torhüter Bruno Fernandes wurde 2013 wegen des Zweitliga-Team Boa Esporte Clube zwischen den Pfosten stehen. Zahlreiche Fans protestieren, Sponsoren kündigten ihre Verträge. Der Klub verteidigt die Neuverpflichtung.
"Man muss einem Kriminellen, der freigelassen wurde, die Wiedereingliederung in die Gesellschaft gewährleisten", rechtfertigen die Klub-Bosse den Vertrag für den 32-Jährigen. Fernandes holte 2009 mit Flamengo die Meisterschaft, stand damals am Sprung ins Nationalteam. Im Juni 2010 verschwand seine Model-Freundin Eliza Samudio spurlos – der Goalie geriet schnell unter Verdacht. Eine Leiche wurde nie gefunden, Fernandes dennoch zu 22 Jahren Haft verurteilt. Angebliches Motiv: Er wollte die Vaterschaft des gemeinsamen Sohnes vertuschen.
Verfahrensfehler führte zur Freilassung
Die Beweislage scheint dürftig, die Freilassung hat jedoch andere Gründe: Fernandes beeinspruchte das Urteil, doch der Protest wurde bis heute nicht behandelt. Ein Verfahrensfehler, der am 24. Februar zur Freilassung auf Anweisung des Obersten Gerichtshofes führte – und zum sportlichen Comeback.