Brexit-Report – keine Öffi-Masken, dafür Tank-Staus

Brexit sei Dank – Stunden für einen Tank. Englische Autofahrer stehen zwar kilometerweit vor Tankstellen an – dafür trägt in den Öffis keine Masken. 

Chaotische Szenen auf Londons Straßen in den vergangenen Tagen. Staus sind in der Millionen-Metropole ja normal. Aber dass Autos spätnachts vor Tankstellen anstehen, ist neu. Der Grund: Mit dem Austritt aus der EU fehlen nun fast 100.000 Lkw-Fahrer, um Geschäfte und auch Tankstellen zu beliefern. Ersten Zapfanlagen mussten bereits zusperren es kam zu Schlägereien im Streit um den letzten Sprit.

Auch Leserreporter Jakob B. bekam das Briten-Chaos bei seinem Wochenendtrip nach London mit. "Wahnsinn. Die Stimmung ist extrem. Alle reden nur übers Tanken, jeder hat deswegen Stress." Mit seinem Smartphone hielt der Wiener um 23.30 Uhr die völlig verrückten Szenen im Verkehr beim Belsize Park in Nordlondon fest. "Autos und Taxis stehen kilometerweit vor den Tankstellen an – es regelt niemand den Verkehr."

Keiner trägt Masken in U-Bahn

Sogar die berühmten Doppeldecker-Busse, die keine eigene Spur haben, müssen mit Fahrgästen im Stau warten, erzählte der 28-Jährige, der selbst aber nicht im Stau stehen musste. "Ich nahm die U-Bahn." Interessant: "Obwohl es wirklich gesteckt voll ist, trägt dort niemand eine Maske. Fast alle sind dort nämlich geimpft oder genesen", so B. 

5.000 Lastwagenfahrer sollen kommen

Die britische Regierung reagierte jetzt auf das Tank-Drama: 5.000 Lkw-Fahrer aus der EU bekommen nun bis Jahresende ein Arbeitsvisum, das sie laut den neuen Einwanderungsregeln eigentlich nie erhalten würden. Doch es gibt schon neue Warnungen aus der Wirtschaft: Truthähne und Christbäume könnten ausgehen.

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