Die FIA hat wie angekündigt die FRIC-Aufhängung vor dem Grand Prix von Deutschland in Hockenheim verboten. Dies trifft vor allem Top-Teams wie Mercedes. Das Feld könnte wieder enger zusammenrücken.
Die FIA hat die FRIC-Aufhängung vor dem Grand Prix von Deutschland in Hockenheim verboten. Dies trifft vor allem Top-Teams wie Mercedes. Das Feld könnte wieder enger zusammenrücken.
FRIC (Front-and-Rear-Interconnected) verbindet alle Stoßdämpfer im Boliden und sorgt dafür, dass das Auto immer in einer aerodynamisch perfekten Position gehalten wird. Für die Regelhüter ist dies ein Verstoß gegen einen Punkt im technischen Reglement, in dem der Einsatz von beweglichen aerodynamischen Teilen erklärt ist. Die FIA hat den Teams zwar angeboten, das Verbot erst ab der Saison 2015 geltend zu machen, dafür hätte es aber einen einstimmigen Beschluss der Rennställe benötigt. Die kleinen Teams sprachen sich für das FRIC-Verbot aus.
Red Bull baut FRIC aus
Sollte ein Rennstall das System in Hockenheim noch einsetzen, könnte ein anderes Team Protest einlegen - erst dann würde die FIA einschreiten. McLaren hat als erstes Team bereits angekündigt, freiwillig auf das FRIC-System zu verzichten. Auch Red Bull und Toro Rosso gaben bekannt, es auszubauen. Vermutlich werden andere es vorläufig im Auto und bei der technischen Abnahme am Donnerstag von der FIA untersuchen lassen, ob es nicht doch eingesetzt werden darf. Falls die Inspektoren dann entscheiden, dass das System illegal ist, würde man umbauen.
Halbe Sekunde Zeitverlust
Experten gehen davon aus, dass Autos ohne FRIC in etwa eine halbe Sekunde pro Runde langsamer sein werden. Da Mercedes mit der Entscheidung noch zögert, könnte dies darauf hindeuten, dass das System bei den Silberpfeilen einen wichtigen Stellenwert hat. Es bleibt abzuwarten, ob die Solo-Show von Nico Rosberg und Lewis Hamilton sich in dieser Form fortsetzen wird.