Union Berlin ist der Tabellenführer in der deutschen Bundesliga. Die Bayern hinken mit drei Unentschieden in Serie hinterher, sind aktuell nur in der ungewohnten Jäger-Rolle.
In der Bayern-Kabine brodelt es vor dem Champions-League-Hit am Dienstag gegen den FC Barcelona. Wie die "Bild" berichtet, wird Julian Nagelsmann von einigen Spielern kritisch beäugt.
Einigen Bayern-Stars gefällt es nicht, dass Nagelsmann nach dem 2:2-Unentschieden gegen Stuttgart die Schuld einzig bei seinem Team gesucht hat. Der 35-Jährige betonte nach dem Patzer, dass man "genügend Chancen hatte, um das dritte Tor zu machen". Er nannte drei Spieler, die für die Vorentscheidung hätten sorgen können: "Wir hatten drei Riesen-Chancen, wo du ein drittes Tor machen musst – mit Serge, Leroy und Jamal."
Die Spieler selbst zeigten sich nach dem Remis wortkarg. Am Samstag verließen Führungsspieler wie Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Leon Goretzka die Allianz Arena, ohne sich zum Patzer zu äußern.
"Bild" schreibt, dass die Spieler die fehlende Selbstkritik ihres Trainers bemängeln. Demnach muss sich auch dieser mit Blick auf seine Taktik hinterfragen. Die Fans kritisierten seine Rotation. Im Vergleich zum Sieg in der Champions League gegen Inter Mailand gab es sechs Wechsel in der Startelf.
Sportvorstand Hasan Salihamidzic schützt den Trainer und begrüßt die Rotation: "Ich habe dem Trainer gesagt: Es ist mir wichtiger, dass wir lieber einmal mehr unentschieden spielen, als dass wir zu viele unzufriedene Spieler haben“, betonte er im „SPORT1“-Doppelpass.