Bei dem Gipfeltreffen der Koalition der Willigen haben sich die Verbündeten nach den Worten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf "robuste Sicherheitsgarantien" für die Ukraine geeinigt.
Macron, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky und der britische Premierminister Keir Starmer unterzeichneten am Dienstag eine Absichtserklärung über die Entsendung einer multinationalen Truppe im Fall eines Waffenstillstands. Macron sprach von einer "operationellen Annäherung" der Koalition, der USA und der Ukraine.
Deutschland ist nach den Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf Nato-Gebiet zu einer militärischen Beteiligung an der Überwachung eines möglichen Waffenstillstands in der Ukraine bereit. "Dazu kann zum Beispiel gehören, dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem Nato-Gebiet einmelden", sagte Merz am Dienstag nach dem Treffen.
Über Art und Umfang eines deutschen Beitrags würden Bundesregierung und Bundestag entscheiden, sobald die nötigen Bedingungen erfüllt seien, sagte Merz. Dazu zähle insbesondere "eine starke rechtlich bindende Sicherheitsgarantie der USA und einen amerikanischen Backstop zur Absicherung eines europäischen Engagements", sagte der Kanzler. Er zeigte sich überzeugt, dass die USA dazu bereit seien. "Deutschland wird sich weiter politisch, finanziell und eben auch militärisch einbringen", betonte er.
Damit stellte Merz erstmals die Entsendung von Bundeswehr-Soldaten im Rahmen einer internationalen Truppe für die Ukraine in Aussicht. Er machte aber zugleich deutlich, dass diese nicht in der Ukraine, sondern in einem zur Nato zählenden Nachbarland eingesetzt werden würden.