Bulgaren-Ikone weint nach Hooligan-Skandal im TV

Die Hitler-Grüße von bulgarischen Fans im Spiel gegen England entsetzen die ganze Welt. Hristo Stoichkov bricht darauf angesprochen im US-TV sogar in Tränen aus.

Hristo Stoichkow ist eine lebende Legende in seiner Heimat Bulgarien. Bei der WM 1994 schoss er sich mit sechs Treffern zum Torschützenkönig, im selben Jahr wurde der langjährige Angreifer des FC Barcelona als "Europas Fußballer des Jahres" ausgezeichnet.

Auch mit der bulgarischen Nationalmannschaft verbindet den heute 53-Jährigen ein enges Band. In 83 Länderspielen jubelte er über 37 Tore, von 2004 bis 2007 diente er seinem Land als Teamchef. Kein Wunder, dass ihn der Hooligan-Skandal seiner Landsleute im EM-Quali-Spiel gegen England, als Neonazis auf der Tribüne mit Hitlergrüßen und Affenlauten verstörten, nicht kalt lässt.

Die "Schande von Sofia" rührt ihn sogar zu Tränen. Als er im US-TV auf die Ereignisse angesprochen wird, bricht er in Tränen aus. Zuvor sagt Stoichkov noch, dass "solche Fans nicht mehr ins Stadion gehen dürfen oder noch härter bestraft werden müssen." Nach einer kurzen Pause ergänzt er, "die Menschen haben es nicht verdient", ehe ihn seine Gefühle übermannen, er sich in seinem Sessel nach vorne lehnt und zu weinen beginnt.

Der Skandal zieht bereits weite Kreise. Bulgariens Verbandsboss Borislav Mihailov legte bereits sein Amt nieder, vier der Hooligans wurden verhaftet. Uefa und Fifa ermitteln, den Bulgaren drohen mindestens 50.000 Euro Strafe und ein Geisterspiel.

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