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Bundesheer macht gemeinsame Sache mit US-Nationalgarde

Künftig kooperiert das österreichische Bundesheer mit der Nationalgarde des US-Bundesstaates Vermont. Tanner bezeichnet den Schritt als "Türöffner".
Tobias Kurakin
15.05.2022, 21:07

Das österreichische Bundesheer hat einen starken Partner an Land gezogen. So kooperiert das heimische Militär künftig mit der Nationalgarde US-Bundesstaates Vermont. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner hat dafür gemeinsam mit Gouverneur Phil Scott in Montpelier ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. 

Tanner: Türöffner in verschiedenen Bereichen 

"Wir sehen es als Türöffner in verschiedenen Bereichen“, sagte die ÖVP-Politikerin dazu. Speziell hofft Tanner auf bessere Chancen für österreichische Unternehmen, die in Vermont angesiedelt sind. Der Bundesstaat liegt im Norden der USA und grenzt an Kanada.

Wo genau die Nationalgarde und das Bundesheer künftig kooperieren werden, ist nicht festgelegt. Doch vonseiten des österreichischen Heeres heißt es, dass man dem neuen US-amerikanischen Partner insbesondere mit der eigenen Expertise im alpinen Bereich helfen könne. Zusätzlich dazu bringt Tanner auch die Abwehr von Cyberangriffenins Spiel.

Für die Nationalgarde ist die Kooperation mit Österreichdie erste Zusammenarbeit mit einem neutralen Land. Neben der US-Armee hat jeder der 50-US-amerikanischen Bundesstaaten eine eigene Nationalgarde, die den regierenden Gouverneuren unterstellt sind. 

Ein Konflikt der österreichischen Neutralitätsei das Bündnis jedenfalls nicht, meinte Tanner. So sagte die Verteidigungsministerin: "Ich sehe nichts, was dagegen spricht.“ Schließlich kooperiere man auch im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden (PfP) mit der NATO.

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