Die WSG Tirol hat im ersten Spiel der neuen Saison angeschrieben. Die Wattener holten auf dem Innsbrucker Tivoli ein 1:1-Remis gegen Bundesliga-Vizemeister Sturm Graz. Für die Steirer war es im vierten Saisonspiel das erste Gegentor und der erste Punkteverlust. Die Führung der Grazer durch Szymon Wlodarczyk (29.) hatte WSG-Neuzugang Michael Olakigbe (42.) ausgeglichen. Am Ende war es ein Defensivbollwerk der Tiroler. Das aber hielt, von Erfolg gekrönt war.
"Wir haben heute gute Tugenden an den Tag gelegt, waren einsatzbereit, laufbereit. Wir hatten auch gute Situationen im Ballbesitz. In der zweiten Halbzeit, so ehrlich muss man auch sein, war es ein Verteidigungskampf", analysierte WSG-Trainer Semlic die Partie bei "Sky", betonte aber: "Wir haben schon noch sehr viel Arbeit vor uns."
Während die Leistung dem WSG-Trainer durchaus ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hatte, wurde er dann bei einem anderen Thema bedeutend ernster: der Rasenqualität auf dem Innsbrucker Tivoli. Das Problem: Die WSG ist wohl das letzte Jahr Untermieter, bastelt an der Bundesliga-Adaptierung des Stadions in Wattens, während in Innsbruck nun mit Zweitliga-Rückkehrer Wacker Innsbruck ein zweiter Verein im Stadion ansässig ist, am Freitagabend spielte.
"Ich bin ein Mann klarer Worte: Wenn ein Champions-League-Gegner wie Sturm Graz hier zu Gast ist, der bei den Hearts gespielt hat, auf einem Teppich, dann muss ich mich hier bei Sturm Graz entschuldigen", meinte Semlic. "Es ist sehr, sehr peinlich für uns, dass wir diesen Rasen bieten konnten", ergänzte der Tirol-Trainer weiter. "Es tut mir leid an Sturm Graz, dass sie da heute spielen haben müssen. Wir übernehmen da die Verantwortung", so Semlic.
Schon im Vorfeld hatte der WSG-Trainer das Rasen-Problem angesprochen.