Er galt als Wunderkind, als er als Kind zur Wiener Austria wechselte war dies dem ORF sogar ein Bericht in "Sport am Sonntag" wert. Im Sommer wurde Nikon el Maestro an Wiener Neustadt verliehen, um erstmals Bundesliga-Luft zu schnuppern. Jetzt muss der 18-Jährige zittern, ob er je zu seinem Profi-Debüt kommen wird - sein Rap-Video könnte sich als Karriere-Killer erweisen.
"Jüdische Hure"
Der serbisch-englische Doppelstaatsbürger rappt in seiner Freizeit, auf seinem YouTube-Channel gibt es einige Kostproben seines musikalischen Talents. Im Oktober soll er im Klub-Raum der Wiener Austria ein Konzert geben. Doch der Verbal-Akrobate leistete sich einen schweren Schnitzer. In einem seiner Songs, den er mittlerweile aus dem Netz entfernte, beschimpfte er die amerikanische Talkshow-Moderation Chelsea Handler aufs Übelste.
Im Songtext bezeichnet er sie als "jüdische Hure", in einer anderen Textpassage heißt es: "Hündin, komm nach Belgrad. Gruppensex. Leg dich nicht mit Serbien an." Der Eminem-Fan glänzte auch mit Raps wie: "Du magst es, wenn dir ein Serbe ins Gesicht ejakuliert." Gegenüber dem Magazin Biber verteidigt er seine Ausdrucksweise: "Das ist so auf der Straße. Wenn du jemanden nicht leiden kannst, greifst du ihn verbal an."
Winehouse-Konzert als Auslöser
Grund für die Verbalattacke an Handler: Nachdem Amy Winehouse ihr Skandalkonzert in Belgrad gegeben hatte, beleidigte die Talk-Queen das serbische Volk mit den Worten "Schande" und "Enttäuschung". Der "Diss" von El Maestro hatte zur Folge, dass der 18-Jährige erstmals Schlagzeilen in den Sportseiten machte - doch diese Art von Berühmtheit ist seinem Klub Wr. Neustadt ein Dorn im Auge.
Wr. Neustadt reagiert
Am Donnerstag wurde der Jungkicker gefeuert. "Der Vorstand sowie die sportliche Leitung des SC Wr. Neustadt hat entschlossen, den Spieler Nikon el Maestro mit sofortiger Wirkung vom Trainings- und Spielbetrieb freizustellen. Grund für diese Maßnahme sind die rassistischen Liedtexte welche der Spieler via YouTube veröffentlicht hat. Der Verein wird in den nächsten Tagen die Sachlage sorgfältig prüfen und sich weitere Schritte vorbehalten", hieß es in einer Aussendung der Niederösterreicher.