Peinlich: In der Causa Admira-Doppelverträge traf die Bundesliga eine halbherzige Entscheidung, im Fall der Rapid-Platzstürmer noch keine! Deshalb nimmt Wr. Neustadt vor dem Liga-Hit (Sa, 18.30 Uhr) das Heft selbst in die Hand und verhängt 67 Hausverbote.
„Bei einer Sicherheitsbesprechung haben uns die Wr. Neustädter mitgeteilt, dass sie von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und die Personen nicht ins Stadion lassen“, erklärt Rapids Fanservice-Leiter Andy Marek auf „Heute“-Nachfrage.
Die Daten der mittlerweile 67 identifizierten Platzstürmer vom 22. Mai erhalten die Neustädter von der Liga. Pikant: Die Niederösterreicher müssen von sich aus aktiv werden. Warum? Weil der Senat 3 der Bundesliga mitteilte, dass „das Verfahren in Sachen Stadionverbote frühestens Ende kommender Woche abgeschlossen ist“.
Bis dahin muss jeder Klub selbst entscheiden, ob er Hausverbote ausspricht. Rapid schickt wie gewohnt 20 eigene Ordner zum Auswärtsspiel. „Ein enormer Aufwand. Sie sorgen dafür, dass bei unserem Sektor-Eingang alles reibungslos abläuft“, erklärt Marek. Bis gestern wurden erst 470 Tickets verkauft. „Überraschend, aber das ändert sich bis Samstag noch.“
Erich Elsigan