Deutschland-Wahl offen – CDU und SPD gleichauf

Bundestagswahl in Deutschland – nach 16 Jahren endet die Ära Merkel. Union und SPD rittern in einem Nervenkrimi um Platz eins. Es ist knapp.

Vier Amtszeiten, 16 Jahre Angela Merkel – damit ist nun Schluss. Deutschlands erste Bundeskanzlerin hat sich an diesem Sonntag nicht mehr zur Wiederwahl in dieser Bundestagswahl gestellt. Ab 18 Uhr waren die Würfel dann gefallen, einen eindeutigen Sieger gab es aber nicht. SPD und Union lieferten sich ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen im Nachfolge-Fight.

Erst in den Nachtstunden konnte sich Olaf Scholz und seine Sozialdemokraten deutlicher von der CDU/CSU und Armin Laschet absetzen und um etwas mehr als einen Prozentpunkt in Führung gehen.

Die Ausgangslage

Der heutige Urnengang in unserem Nachbarland wurde gleich aus mehreren Gründen richtig spannungsgeladen: Wie die "Tagesschau" hervorhebt, gab es dieses Mal durch Merkels freiwilligen Abgang weder eine Entscheidung für oder wider einen amtierenden Kanzler. Auch deshalb lag der Fokus besonders auf den Spitzenkandidaten und Kanzlerkandidaten – Armin Laschet (CDU/CSU), Olaf Scholz (SPD), Annalena Baerbock (GRÜNE), Christian Lindner (FPD), Alice Weidel (AfD) und Janine Wissler (LINKE) – der Parteien.

Die weltberühmte Merkel-Raute wird im deutschen Kanzleramt künftig nicht mehr zu sehen sein.
Die weltberühmte Merkel-Raute wird im deutschen Kanzleramt künftig nicht mehr zu sehen sein.INA FASSBENDER / AFP / picturedesk.com

Kopf-an-Kopf-Rennen

Das Kandidatenfeld lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Anfänglich schien es, dass die Annalena Baerbock für ein grünes Wunder sorgen könnte, doch ihre Beliebtheit nahm durch die Aufreger rund um ihren Lebenslauf und ihr Buch einen gewaltigen Schaden.

Danach stiegt NRWs Ministerpräsident Armin Laschet in der Gunst der Deutsche auf, bis auch sein Image durch unglückliche Aktionen in Folge der Flutkatastophe angeknackst wurde.

Zuletzt konnte Sozialdemokrat Olaf Scholz punkten, lag in den Prognosen hauchdünn aber noch innerhalb der statistischen Schwankungsbreite vor seinen Konkurrenten.

Hälfte der Stimmen kam per Post

Und: Noch nie gab es so einen großen Anteil an Briefwählern. 40 bis 50 Prozent aller Stimmen dürften ersten Meldungen zufolge bereits zwischen Ende August und dem heutigen Wahltag postalisch eingetrudelt sein. Punkt 18 Uhr machten dann schließlich die Wahllokale in ganz Deutschland dicht. Die Würfel sind gefallen.

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