Nach außen brutzelten Burger über die Theke, doch hinter den Kulissen lief ein ganz anderes Geschäft. Mitten in Wien soll eine Bande Hasch und Cannabis im großen Stil verkauft haben, getarnt als Imbiss – berichtet der "Standard".
Drei Brüder standen dabei im Zentrum. Einer galt als Kopf der Gruppe, zog die Fäden und betrieb das Lokal. Insgesamt sollen mehr als 80 Kilo Drogen umgesetzt worden sein – da blieb garantiert kein Krümel übrig.
Die Ware kam teils per Paketdienst direkt nach Wien. Bestellt wurde sogar in Kalifornien. Was dort legal ist, brachte die Truppe hier aber ordentlich in Teufels Küche.
Im Lokal selbst ging es laut Anklage ebenfalls heiß her: Ein Mitarbeiter soll fürs Arbeiten nicht mit Geld, sondern mit Gras bezahlt worden sein. Ein Geschäftsmodell, bei dem einem der Appetit vergeht.
Für Kopfschütteln im Gericht sorgte ein Chat über "8 Kisten" und "35k". Für die Ermittler ein klarer Drogendeal. Für den Angeklagten hingegen nur ein Schmäh unter Freunden. Die angebliche Übergabe-Adresse? Existiert in Wien gar nicht. Stattdessen landete man bei einer Straße in Deutschland. Am Ende blieb von den "Kisten" wenig übrig – außer vielen Fragezeichen.
Vier der Männer wurden verurteilt – von bedingter Haft bis zu drei Jahren unbedingt. Einer kam hingegen glimpflich davon: Freispruch. Auch der große "Kisten-Deal" zerplatzte vor Gericht. Zu viele Zweifel, zu wenig Beweise. In diesem Punkt ist sprichwörtlich Gras über die Sache gewachsen. Statt Burgern bleibt von der "Connection" nur ein bitterer Nachgeschmack – und ein Lokal, das längst Geschichte ist.