Drogenring gesprengt

Balkan-Bande schmuggelte 1 Tonne (!) Drogen nach Wien

Über Spanien und Slowenien brachte eine Großbande hunderte Kilo Cannabis und Kokain nach Österreich, Bunkerwohnungen in Wien dienten als Drehscheibe.
Christian Tomsits
12.02.2026, 05:30
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Heimischen Ermittlern gelang im vergangenen Jahr ein großer Schlag gegen eine europaweit agierende Balkan-Bande, die in Verbindung mit der serbischen Drogenmafia stehen dürfte. Neun Verdächtige sollen über Monate hinweg Koks und 1 Tonne (!) Cannabis aus einer Großplantage aus Spanien nach Österreich geschmuggelt haben. Über Frankreich, Italien und Slowenien ging mit gut gefüllten Lkws bis nach Wien hinein.

Die Lkw-Transporte mit Scania und Co. sollen höchst professionell abgelaufen sein. So waren Laster ganz legal auf slowenische Firmen zugelassen und offiziell mit erlaubter Ware beladen, damit die Polizei bei Kontrollen keinen Verdacht schöpfen würde. Unter dem Obst, Gemüse oder anderen Gütern lag die eigentliche Fracht aber versteckt im Laderaum.

In Wien und Niederösterreich wurden die Drogen dann von den Männern im Schutz der Dunkelheit auf Parkplätzen oder in Industriegebieten übergeben, danach in mehreren Wohnungen gebunkert. Ermittler beobachteten die Bande wochenlang. Bei Festnahmen konnten hunderte Kilo Cannabis und Tausende Euros in bar beschlagnahmt werden.

Nikolaus Rast, Mirsad Musliu
Kanzlei Rast und Musliu

Insgesamt sitzen neun Verdächtige (28, 28, 36, 37, 45, 46, 48, 53) in Wien in U-Haft. Ihnen wird gemeinsam am Freitag am Landl der Prozess gemacht. Es drohen hohe Haftstrafen. Die Top-Anwälte Nik Rast und Mirsad Musliu verteidigen einen der angeklagten Serben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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