Maßnahmen gefordert

Einbruch, Gewalt: Immer mehr unter 10-Jährige kriminell

Immer mehr Minderjährige fallen durch Einbrüche oder Gewalttaten auf. Sogar unter Zehnjährige sind polizeibekannt. Die FPÖ fordert schärfere Maßnahmen
Wien Heute
01.04.2026, 11:10
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Erst vor Kurzem raste ein 14-Jähriger mit einem gestohlenen Mini Cooper durch Wien. Nur zwei Tage zuvor soll er einen Toyota gestohlen haben. Immer mehr Delikte wie diese werden laut Kriminalstatistik für das Jahr 2025 von strafunmündigen Minderjährigen (10 bis 14 Jahre) begangen: Die Zahl der Einbrüche stieg von 2.093 auf 2.527 Fälle an (+20,7 %), die Fälle von Körperverletzung von 773 auf 955 (+23,5 %).

Kids unter 10 Jahren kriminell

In der Altersgruppe der unter Zehnjährigen stieg die Zahl der Verdächtigen von 216 im Jahr 2024 auf 243 an – ein Plus von 12 Prozent. Die Jugendkriminalität ist in Wien auf dem Vormarsch. Im Vorjahr gab es hier in Wien einen Anstieg von 10,7 Prozent – 23.776 Fälle wurden registriert.

"Bis heute nichts passiert"

Die erschreckenden Zahlen sorgen für scharfe Kritik. "Die Zahlen explodieren und SPÖ, ÖVP und Neos haben bei der Kriminalitätsbekämpfung völlig versagt", meint FPÖ-Sicherheitssprecher Stefan Berger. "Trotz der vor zwei Jahren angekündigten Maßnahmen ist bis heute nichts passiert."

Stefan Berger, Obmann der FPÖ-Favoriten, fordert mehr Polizei für den Bezirk.
FPÖ Wien, Getty Images

"Keine messbare Verbesserung"

Auch bestehende Maßnahmen der Stadt sieht Berger kritisch: "Hier wird viel Steuergeld in rote Parteistrukturen gepumpt, ohne dass irgendeine messbare Verbesserung eintritt. Diese ideologisch motivierten Projekte sind gescheitert."

FPÖ: "Strafmündigkeit senken"

Als Konsequenz fordert die Wiener FPÖ eine Senkung des Strafmündigkeitsalters von 14 auf 12 Jahre. "Es kann nicht sein, dass immer jüngere Täter schwere Straftaten begehen, ohne dass der Rechtsstaat wirksam eingreifen kann."

Zusätzlich sei der Anteil von Tatverdächtigen mit Migrationshintergrund erneut gestiegen und liege mittlerweile bei nahezu 60 Prozent. Das sei das direkte Ergebnis der "Willkommenspolitik seit dem Jahr 2015". "Diese hat uns nicht nur horrende Kosten bei den Sozialausgaben beschert, sondern auch die Kriminalität massiv ansteigen lassen", so Berger.

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