Eine Auseinandersetzung zwischen einem Taxilenker (39) und seinem 29 Jahre alten Fahrgast rief am Dienstagnachmittag die Polizei auf den Plan. Als die Beamten gegen 13.37 Uhr in der Leebgasse in Wien-Favoriten eintrafen, zeigte sich der 29-Jährige sichtlich aggressiv.
Er fing an herumzuschreien, beschimpfte die Polizisten und nahm eine "kampfähnliche Körperhaltung" ein. Auf mehrmalige Abmahnungen der Beamten reagierte der Österreicher nicht. Schlussendlich wollten ihn die Einsatzkräfte festnehmen.
Dies stellte sich jedoch als schwierig heraus, da der 29-Jährige heftigen Widerstand leistete. Zudem mischte sich ein weiterer Mann in die Amtshandlung ein. Dieser packte einen Polizisten an dessen Schutzweste und versuchte, die Festnahme des Österreichers zu verhindern.
Dieser Versuch war jedoch nicht erfolgreich, der junge Mann wurde von den Beamten aus dem Aktionsbereich entfernt. Dabei stellte sich heraus, dass er der kleine Bruder des Verdächtigen sei.
Der ältere Bruder versuchte unterdessen, die Polizisten mit Schlägen und Tritten zu attackieren. Er konnte nur durch die Unterstützung weiterer Beamten festgenommen werden. Die Situation schien sich vorerst beruhigt zu haben.
Doch dann kam der 17-Jährige zurück und versetzte dem Taxilenker einen Fausthieb gegen die Schläfe mit einem Schlagring. Danach versuchten die Polizisten auch ihn festzunehmen. Wie schon sein älterer Bruder leistete auch der junge Mann heftigen Widerstand.
Unter Einsetzung von Körperkraft konnten die Beamten auch seiner habhaft werden. Bei ihm wurde der Schlagring und eine Sturmhaube sichergestellt. Am Ende des Einsatzes waren vier Polizisten und der Taxilenker verletzt. Die festgenommenen Männer wurden angezeigt. Gegen den 17-Jährigen wurde zudem ein Waffenverbot ausgesprochen.