Mehr als zwei Jahre nach dem schweren Busunglück auf der Westautobahn ist das Urteil gefallen. Der damals 57-jährige Buslenker musste sich am Dienstag erneut am Landesgericht Salzburg verantworten. Nun wurde der mittlerweile 59-jährige Slowake zu neun Monaten bedingter Haft verurteilt.
Der Unfall hatte sich im Mai 2024 bei Thalgau ereignet. Der Reisebus war in Richtung Wien unterwegs und krachte im Baustellenbereich gegen eine Betonleitwand.
Laut Anklage war der Bus dabei deutlich zu schnell unterwegs: Statt der erlaubten 60 km/h soll der Lenker mit 100 km/h gefahren sein. Trotz einer Vollbremsung konnte der Crash nicht mehr verhindert werden.
Der Bus prallte gegen die Betonwand, fuhr auf die schräge Konstruktion auf und kippte schließlich um.
Im Bus befanden sich zehn Personen. Alle wurden bei dem Unfall verletzt, teilweise schwer. Für einen 76-jährigen Passagier endete die Fahrt tödlich: Er erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Die Staatsanwaltschaft hatte dem Lenker deshalb grob fahrlässige Tötung sowie fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.
Bereits im Dezember war der Fall am Landesgericht Salzburg verhandelt worden. Damals wurde der Prozess allerdings vertagt. Weitere medizinische Gutachten sollten klären, welche Folgen der Unfall für den verstorbenen Passagier hatte.
Am Dienstag kam es nun zur neuerlichen Verhandlung. Das Gericht verhängte schließlich neun Monate bedingte Haft, wie der ORF berichtet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.