Perseiden kommen

Salzburger Ort dreht für Sternschnuppen das Licht aus

Eine 419-Einwohner-Gemeinde im Pinzgau (S) setzt auf dunkle Nächte statt helles Licht – und wird dafür international ausgezeichnet.
Österreich Heute
10.08.2026, 05:15
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Wer den riesigen Sternschnuppenregen der Perseiden in Nacht auf Donnerstagungestört erleben möchte, sollte sich womöglich überlegen, in den Salzburger Pinzgau zu fahren.

Die Gemeinde Weißbach bei Lofer wurde von der US-Organisation DarkSky International soeben als offizieller "Sternenpark" ausgezeichnet. Damit ist sie die erste Region Salzburgs, die dieses internationale Zertifikat erhält – und erst der dritte Sternenpark in ganz Österreich.

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Bislang gab es entsprechende Schutzgebiete nur in der Region Attersee-Traunsee in Oberösterreich sowie in den Eisenwurzen in Niederösterreich.

Weißbach liegt am Fuße des Steinernen Meeres sowie der Leoganger und Loferer Steinberge und zählt aufgrund seiner dünnen Besiedlung zu den dunkelsten Regionen des Landes.

Damit die Auszeichnung möglich wurde, musste die Gemeinde zahlreiche Maßnahmen umsetzen. Wie der ORF berichtet, wurde die Straßenbeleuchtung auf etwa die Hälfte der bisherigen Lichtstärke reduziert. Abgelegene Laternen wurden außerdem vollständig abgeschaltet.

Dadurch bleibt der Nachthimmel weitgehend frei von Lichtverschmutzung und Sterne sind deutlich besser zu erkennen.

Die Vorbereitungen dauerten rund zwei Jahre. Naturpark-Geschäftsführerin Sandra Uschnig erklärt: "Man muss einiges vorlegen und nachweisen. Da steckt schon viel Arbeit dahinter."

Besonders gute Bedingungen für die Beobachtung des Nachthimmels bieten unter anderem die Regionen rund um das Birnhorn, die Reiter Alpen, den Diesbach-Stausee und den Hirschbichl.

Auch touristisch verspricht man sich von der neuen Auszeichnung zusätzliche Impulse. Weißbach setzt seit Jahren auf naturnahen Tourismus und beherbergt unter anderem das internationale Outdoor-Sport-Camp der Alpenvereinsjugend.

Tourismusverbands-Obmann Wolfgang Fegg sieht darin eine große Chance: "Wir sind kein Disneyland, sondern versuchen, die Naturverbundenheit zur Geltung zu bringen. Da passt dieses Zertifikat perfekt dazu."

Künftig könnten dadurch nicht nur Sternenfreunde, sondern auch Kletterer, Bergsportler, Naturfotografen und Wissenschaftler verstärkt den Weg in die Pinzgauer 419-Einwohner-Gemeinde finden.

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