Der Himmel hält am 12. August ein echtes Doppel-Spektakel bereit: Am Abend ist über Österreich eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen, wenige Stunden später erreichen die Perseiden – der bekannteste Sternschnuppenregen des Jahres – ihren Höhepunkt. Weil heuer der Mond kaum stört, stehen die Chancen auf eine eindrucksvolle Sternschnuppen-Nacht besonders gut.
"Für die Beobachtung der Perseiden sind heuer die Bedingungen besonders günstig. Der Mond stört kaum, sodass auch schwächere Sternschnuppen gut sichtbar sein können", erklärt Naturfreunde-Meteorologe Arno Studeregger-Renner.
Das Maximum wird in der Nacht von 12. auf 13. August erwartet. Zwischen 23 Uhr und der Morgendämmerung können unter optimalen Bedingungen bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde über den Himmel ziehen.
Wer möglichst viele Sternschnuppen sehen möchte, sollte der Stadt den Rücken kehren. "Da diese mit ihren vielen Lichtern den Nachthimmel künstlich erhellt und viele der Meteore überstrahlt", erklärt Dr. Michael Feuchtinger, Direktor des Wiener Planetariums. Am besten sei ein Plätzchen mit einem freien Blick nach Nordosten.
„Je weniger Lichtverschmutzung vorhanden ist, desto mehr Sterne und Sternschnuppen werden sichtbar.“
"Je weniger Lichtverschmutzung vorhanden ist, desto mehr Sterne und Sternschnuppen werden sichtbar", sagt auch Studeregger-Renner.
Wer das Naturschauspiel mit einer Hüttenübernachtung verbinden möchte, findet in ganz Österreich passende Plätze.
Wer nicht in die Berge fahren kann, muss auf das Himmelsspektakel jedoch nicht verzichten. Auch in Wien sind bei klarem Himmel Sternschnuppen zu sehen – allerdings deutlich weniger als fernab der Lichtverschmutzung. So bietet die Wiener Donauinsel laut Feuchtinger bei gutem Wetter ganz gute Bedingungen, um ein paar Sternschnuppen zu erhaschen. Das gilt auch für die Wiener Hausberge, wie dem Kahlenberg, dem Cobenzl, Hermannskogel und den Leopoldsberg.
Ebenfalls geeignet sind die Sophienalpe, die Kreuzeichenwiese oder die Löwygrube im Böhmischen Prater. "Die beste Zeit um die Perseiden zu beobachten ist allerdings dann, wenn die Nacht am dunkelsten ist, in den frühen Morgenstunden – also am besten für die Beobachtung Decke, Polster und natürlich die oder den Liebsten einpacken!"