Jenson Button ist der ersten GP-Sieger der neuen Formel-1-Saison. Der McLaren-Pilot siegte vor Weltmeister Sebastian Vettel und dem aus der Pole Position gestarteten Lewis Hamilton. Michael Schumacher schied in Runde zwölf aus.
Button erwischte in Melbourne einen Traumstart. Er luchste seinem Teamkollegen Lewis Hamilton den ersten Platz ab. Dahinter platzierten sich die beiden Mercedes-Piloten. Auch Weltmeister Vettel, der im Qualifying als Sechster enttäuscht hatte, zeigte einen starken Auftakt und eroberte vor Mark Webber den vierten Platz.
Überraschungsfahrer Romain Grosjean (Lotus) startete schlecht aus der zweiten Startreihe und schied bereits in Runde zwei mit kaputter Aufhängung aus. Dem war eine Kollision mit Pastor Maldonado vorausgegangen. Auch Nico Hülkenberg (Force India) musste seinen Wagen abstellen.
Getriebeprobleme zwingen Schumi in die Knie
In Runde sechs dann eine kurze Schrecksekunde für Red Bull. Vettel fuhr kurz neben der Strecke, konnte aber den Vorsprung auf Nico Rosberg bewahren. Kurz kam es daher zum Duell zwischen Michael Schumacher (Mercedes) und Vettel. Doch in Runde zwölf war dieses schon vorbei. Schumacher hatte mit Getriebeproblemen zu kämpfen. An der Box brachte man das nicht in den Griff und Schumi stieg aus seinem Boliden aus. Vettel stieß dadurch kampflos auf Rang drei vor.
Im weiteren Verlauf des Rennens kämpfte sich Vettel immer näher an die McLaren-Boliden heran. In Runde 36 schied auch Witali Petrow aus, da sein Wagen an einer ungünstigen Stelle stand, kam das Safety Car auf die Strecke. Vettel nutzte danach seinen letzten Boxenstopp und fuhr an Hamilton vorbei.
Maldonado in letzter Runde out
Button ließ nichts mehr anbrennen und brachte den Sieg in trockene Tücher. Vettel gewann das Duell um Platz zwei gegen Hamilton. Pech hatte Pastor Maldonado (Williams). Auf dem guten sechsten Platz liegend, brach das Heck aus und sein Wagen wurde gegen die Mauer geschleudert. Die Punkte, die er schon fast in der Tasche hatte, waren somit dahin.
Der zweite Red-Bull-Bolide von Webber belegte Platz vier, wieder hat es der Australier bei seinem Heimrennen nicht aufs Stockerl geschafft. Fernando Alonso rettete mit dem fünften Platz halbwegs die Ferrari-Ehre. Kimi Räikkönnen (Lotus) zeigte eine tolle kämpferische Leistung und fuhr vom 17. Startplatz auf Rang sieben.
Red Bull: Müssen Auto noch besser verstehen
Red Bull ist nach dem verpatzten Qualifying mit dem Ergebnis sicher nicht unzufrieden, möchte sich aber noch verbessern. "Wir haben unser komplettes Potenzial auch im Rennen noch nicht abgerufen", betonte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko. "Dafür müssen wir das Auto noch besser verstehen", so Marko. "Im Moment ist McLaren das Team, das es zu schlagen gilt", meinte Vettel.
Endstand nach 58 Runden (307,574 km):
1. Jenson Button (GBR/McLaren/1:34:09,565)
2. Sebastian Vettel (GER/Red Bull/+ 2,139)
3. Lewis Hamilton (GBR/McLaren/4,075)
4. Mark Webber (AUS/Red Bull/4,547)
5. Fernando Alonso (ESP/Ferrari/21,565)
6. Kamui Kobayashi (JPN/Sauber/36,766)
7. Kimi Räikkönen (FIN/Lotus/38,014)
8. Sergio Perez (MEX/Sauber/39,458)
9. Daniel Ricciardo (AUS/Torro Rosso/39,556)
10. Paul di Resta (GBR/Force India/39,737)
11. Jean Eric Vergne (FRA /Torro Rosso/39,848)
12. Nico Rosberg (GER/Mercedes/57,642)
13. Pastor Maldonado (VEN/Williams eine Runde)
14. Timo Glock (GER/Marussia/eine Runde)
15. Charles Pic (FRA//fünf Runden)
16. Bruno Senna (BRA/Williams/sechs Runden)
Out: Michael Schumacher (GER/Mercedes), Felipe Massa (BRA/Ferrari), Nico Hülkenberg (GER/Force India), Romain Grosjean (FRA/Lotus), Witali Petrow (RUS/Caterham), Heikki Kovalainen (FIN/Caterham)