Canadi packt aus: "Rapid fehlen Persönlichkeiten!"

Damir Canadis Zeit als Rapid-Trainer war kurz und schmerzvoll. Jetzt packte er in einem Interview über den Ex-Klub aus.
Im Schnitt holte Damir Canadi in seinen knapp fünf Monaten als Rapid-Trainer nicht einmal einen Punkt pro Bundesliga-Spiel. Der Abschied kam daher nicht überraschend. Der Klub rutschte gegen Ende der Saison immer weiter ab, war phasenweise nur mehr wenige Punkte vom Abstiegsplatz entfernt.

Anfang April zog Rapid die Reißleine, installierte Goran Djuricin als Interimscoach. Canadi ist inzwischen wieder zurück in Vorarlberg bei seiner Familie, hatte Zeit zum Nachdenken. Jüngst gab er der Neuen Vorarlberger Tageszeitung ein Interview, in dem er offen über seine Ära an der Hütteldorfer Seitenlinie auspackt.

"Rapid fehlen Persönlichkeiten!"



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. "Wenn ein Verein einen Trainer holt, müssen die Vereinsverantwortlichen auch wissen, dass es Veränderung braucht, und die hätte es bei Rapid gebraucht", prangert Canadi an. Der 47-Jährige kritisiert die Rapid-Führung offen: "Rapid hatte 30 Spieler unter Vertrag, und daher war ich nicht handlungsfähig. Der Vorstand glaubte, der Kader sei gut genug, ich war aber der Meinung, es fehle an Persönlichkeiten."

Auch zum Rapid-Kapitän äußerte er sich. Canadi wurde ein schlechtes Verhältnis zu Steffen Hofmann nachgesagt. Davon will er aber nichts wissen: "Es gab nie Streit zwischen uns."

Den habe es dafür mit ein, zwei Journalisten gegeben. "Ich bin mir sicher, dass kein Rapid-Trainer auf der persönlichen Ebene medial so begleitet wurde wie ich."

Canadi ärgert sich jedenfalls, dass seine Zeit bei Rapid nicht von mehr Erfolg gekrönt war: "Ich wollte einfach das beste für Rapid Wien."

(Heute Sport)

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