Filmfestival

Cannes-Direktor will kein "feministisches Image"

Frauenquote? Nicht mit Cannes-Chef Thierry Frémaux. Kurz vor Festivalstart verteidigt er die männerlastige Filmauswahl und sorgt für Diskussionen.
Heute Entertainment
12.05.2026, 10:06
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Kurz vor dem Start der Filmfestspiele in Cannes sorgt die Auswahl der Wettbewerbsfilme wieder für Diskussionen. Festivaldirektor Thierry Frémaux will von einer Frauenquote bei der Filmauswahl aber nichts wissen – und schießt gegen die Kritik zurück.

Dabei hatte das Festival heuer mit dem offiziellen Plakat eigentlich ein starkes Zeichen gesetzt: Zu sehen sind Geena Davis und Susan Sarandon aus dem Kultfilm "Thelma & Louise". Für Frémaux ist das aber kein Versuch, Cannes ein "feministisches Image" zu verpassen.

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Nur fünf Regisseurinnen im Rennen

Von den 22 Filmen im Wettbewerb um die Goldene Palme stammen heuer nur fünf von Regisseurinnen. Im Vorjahr waren es noch sieben. Kritik daran gibt es schon länger – besonders vom Kollektiv "50/50", das seit Jahren mehr Gleichberechtigung in der Filmbranche fordert.

Für Frémaux ist aber klar: "Unter keinen Umständen" dürfe nach Quote entschieden werden. Eine entsprechende Forderung hatte das Kollektiv bereits 2018 in einer Charta aufgestellt.

Ganz ohne Bonus für Frauen geht es laut dem Festivalchef dann aber doch nicht: Wenn zwei Filme gleich stark seien, bekomme jener der Regisseurin den Vorzug. Außerdem seien Festivalleitung und Jury mittlerweile paritätisch besetzt.

Stars, Glamour und drei deutschsprachige Filme

Heute Abend fällt mit der großen Eröffnungsgala der Startschuss für das berühmteste Filmfestival der Welt. Mit dabei im Rennen um die Goldene Palme: gleich drei deutschsprachige Produktionen – darunter "Gentle Monster" von Marie Kreutzer.

Auch ohne große Hollywood-Studios wird an der Côte d’Azur wieder ordentlich Glamour aufgefahren. Erwartet werden unter anderem Adam Driver, Demi Moore, Kristen Stewart und Barbra Streisand.

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