Capitals gewinnen auch zweites Duell

Die Vienna Capitals sind auf dem besten Weg ins Halbfinale der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). Die im Play-off topgesetzten Wiener gewannen am Dienstag auswärts gegen Znojmo 3:1 und erhöhten in der best-of-seven-Viertelfinalserie gegen die Tschechen auf 2:0. Hochspannung herrscht in den drei restlichen Serien, in denen es jeweils 1:1 steht. Denn Meister Linz siegte in Villach 3:2, Graz fertigte daheim den KAC 5:1 ab und Salzburg rang zu Hause Zagreb 4:3 nach Verlängerung nieder.

Die Capitals fühlen sich in der österreichisch-tschechischen Grenzstadt weiter pudelwohl. Auch das sechste Match der Clubgeschichte in Znojmo wurde von den Wienern gewonnen. Erfolgsgarant der Caps war der kanadische Goalie Zaba, der die zahlreichen tschechischen Angriffswellen auffing. Zaba musste sich nur bei einem verdeckten Lattner-Schuss zum zwischenzeitlichen Ausgleich (13./PP) geschlagen geben, seine Vorderleute Romano (5.), Rotter (30.) und Fraser (40.) trafen zum Auswärtserfolg.

Villach - Linz 2:3

Nach der Heimpleite zum Auftakt starteten die Linzer in Villach wild entschlossen. Bereits nach elf Sekunden stellte Irmen auf 1:0 für die Gäste. Das war der Startschuss für eine rasante und emotionsgeladene Eishockey-Gala, die Torszenen am laufenden Band zu bieten hatte.

Villach konnte sich auch in Spiel zwei der Serie auf Hughes verlassen. Nach einem Tor und zwei Assists in Linz brachte der 25-jährige Kanadier den VSV mit zwei Powerplay-Treffern (6., 30.) in Führung. Doch die Linzer drehten den Spieß neuerlich um, Tore von Baumgartner nach katastrophalem Altmann-Schnitzer (41.) und Engelhardt (53.) sorgten für den 1:1-Ausgleich in der Serie.

Salzburg - Zagreb 4:3

Einen heißen Fight lieferten sich Salzburg und Zagreb. Dass die Emotionen teilweise überschwappten, war vor allem dem an diesem Abend schwachen Referee Berneker zuzuschreiben. Startschuss war der höchst umstrittene 2:2-Ausgleich der Zagreber (36./PP), bei dem Greentree Salzburg-Goalie Brückler den Puck aus dem Handschuh und ins Tor stocherte. Ab diesem Zeitpunkt war viel Gift in der Partie.

Nach dem 3:2 durch Lynch (47./PP) sah Salzburg wie der sichere Sieger aus, ein abgefälschter Sertich-Schuss (49./PP) rettete die Kroaten aber in die Overtime. Dort wurde Thomas Raffl nach 78 Sekunden bei einer klaren Torchance von den Beinen geholt. Raffl trat selbst zum Penalty an und verwerte zum umjubelten Siegestreffer.

Graz - Klagenfurt 5:1

Die klarste Angelegenheit des Abends war das 5:1 der Grazer gegen den KAC. Dabei hatten die Gäste in diesem rassigen Match den besseren Start. Nach idealer Vorarbeit der Geier-Zwillinge traf Schuller bereits nach 40 Sekunden zum 1:0. Zwei Doppelpacks von Labelle (8., 17./PP) und Latendresse (24., 26.) drehten die Partie aber. KAC-Goalie Chiodo hatte danach genug, für ihn kam Swette ins Spiel. Den Schlusspunkt setzte Daoust (49.).

APA/red

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