Der Finanzskandal um das Österreichische Olympische Komitee: 4,64 Millionen Euro sind zwischen 2003 und 2009 verschwunden (Heute berichtete). Jetzt rückt der vom ÖOC ins Leben gerufene Förderverein für die Salzburger Olympia-Bewerbung 2014 in den Fokus: Auch dort versickerte Geld . Und: Es gab Geister-Mitglieder.
Arnold Grabner (Ex-Vizepräsident des ÖOC) und Rudolf Höller (Bewerbungschef) wussten nichts von ihrem Funktionärsamt im Förderverein. Ich habe an keiner Sitzung teilgenommen, beteuert Grabner.
Die von Ex-Generalsekretär Heinz Jungwirth vorgelegten Rechnungen wurden von dessen Stellvertreterin Manuela Kovarik (mittlerweile entlassen) ungeprüft unterschrieben. Ich habe Anweisungen nicht hinterfragt.
Ein Fehler, wie man heute weiß: 700.000 Euro flossen an Jungwirth, nicht weniger als 300.000 Euro als ÖOC-Barzahlungen.
Richter Anton Meinhart treffend zu einem dubiosen Darlehen innerhalb des Vereins: Wie bei einem Hütchen-Spiel, wo am Ende das halbe Geld fehlt.